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Jungfernfahrt: Alonso haucht Silberpfeil Leben ein

Der Weltmeister gibt sich die Ehre: Fernando Alonso hat in Valencia erstmals sein neues Arbeitsgerät getestet - und sich dabei gleich in den silberglänzenden Boliden verliebt.

Um 10.11 Uhr hat der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso seinen neuen McLaren-Mercedes zum ersten Mal gefahren. "Ich bin sehr zufrieden", sagte der Spanier nach insgesamt 56 Runden am Mittwochnachmittag. "Wir haben unsere Hauptziele des ersten Tests erreicht." Zwei Tage nach der spektakulären Präsentation des MP4-22 absolvierte Alonso bei strahlendem Sonnenschein auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia die Jungfernfahrt mit dem neuen Silberpfeil.

Alonso schwärmt von "sehr guter Atmosphäre"

Bereits in der kommenden Woche (24. bis 26. Januar) wird Alonso Verstärkung von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton im zweiten Cockpit bekommen. Der 22-jährige Engländer und Formel-1-Neuling soll dann den zweiten Wagen auf Herz und Nieren ebenfalls in Valencia prüfen. "Es ist das erste Mal in unserer Geschichte, dass wir zum zweiten Test bereits mit zwei neuen Autos antreten", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Noch in diesem Monat steht die dritte Testphase (30./31. Januar) ebenfalls auf einer spanischen Strecke auf dem Programm. Den Auftakt machte aber der Weltmeister. "Es geht piano los", sagte Haug. Es gehe mehr um das Einrollen als um Renntempo. Auch eventuelle Probleme wären dabei keine Rückschläge. "Die Zusammenarbeit im Team klappt hervorragend", lobte Alonso. "Die Atmosphäre ist sehr gut."

In 17 Rennen fällt die Entscheidung

Auf der Strecke war auch der deutsche Rivale BMW-Sauber, der am Dienstag seinen Wagen präsentierte und auch das so genannte Rollout mit Nick Heidfeld (Mönchengladbach) am Steuer absolviert hatte. Der McLaren-Mercedes war hingegen am Montagabend vorgestellt worden.

Die Saison, in der die britisch-deutsche Kooperation nach den bisher letzten beiden Titeln von Mika Häkkinen (Finnland/1998 und 1999) wieder Weltmeister werden will, beginnt am 18. März in Melbourne. In diesmal 17 Rennen fällt die Entscheidung, ob Alonso auch dort seine persönliche Erfolgsgeschichte weiterschreiben und für den Rennstall eine neue Ära einleiten kann. Mit Renault hatte der Spanier 2005 und 2006 sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel gewonnen.

"Ich bin optimistisch", sagte Alonso, der von den Franzosen die Nummer 1 für den silberglänzenden Boliden als Weltmeister mitgebracht hat. Zweifel an seinem Vorhaben lässt der Spanier gar nicht erst aufkommen: "Ich habe kein anderes Ziel als den Titel."

DPA

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