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Nach Formel-1-Unfall: Massa noch immer im Koma

Der Gesundheitszustand von Felipe Massa ist schlecht, aber unverändert stabil. Nach seinem schweren Unfall bei der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn liegt der Brasilianer weiter im künstlichen Koma. Wie erst jetzt bekannt wurde, schwebte der Ferrari-Pilot direkt nach dem Crash sogar in Lebensgefahr.

Der gesundheitliche Zustand von Formel-1-Pilot Felipe Massa nach seinem schweren Unfall auf dem Hungaroring ist unverändert stabil. "Es gibt keine Neuigkeiten", sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni am Sonntagvormittag. Massa musste wegen schwerer Kopfverletzungen in einem Militärhospital in Budapest operiert werden. Nach Angaben des ungarischen Verteidigungsministeriums hatte sich der 28 Jahre alte Brasilianer zunächst in Lebensgefahr befunden. Nach dem medizinischen Eingriff sei sein Zustand stabil gewesen. Massa liegt im künstlichen Koma, wie nach solchen Operationen üblich.

Der Brasilianer war in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn mit seinem Formel-1-Rennwagen so gut wie ungebremst und frontal in einen Reifenstapel gerast. Er blieb nach dem heftigen Einschlag im zweiten Zeitabschnitt des Qualifyings zum zehnten WM-Lauf einige Minuten im Auto. Wie die Zeitlupe der Fernsehbilder zeigte, wurde Massa vor dem Crash bei über 200 Stundenkilometern von einem Gegenstand am Kopf getroffen. Es handelte sich offenbar um eine Radfeder des Brawn-Mercedes von Massas Landsmann Rubens Barrichello.

Offenbar verlor Massa schon vor dem Unfall das Bewusstsein. Der Brasilianer hatte keinerlei Reaktionen gezeigt, nachdem er von der Feder am Helm getroffen worden war. Er nahm auch vor dem Einschlag in die Reifenstapel nicht die Hände vom Steuer, um sich weiter zu schützen. Massa wurde anschließend vom Medical Center an der Strecke mit dem Helikopter in ein Krankenhaus gebracht.

Massa erlitt einen Knochenbruch am Schädel und eine Gehirnverletzung. Eine erste Operation in einer Budapester Klinik verlief erfolgreich. "Felipe bleibt nun unter Beobachtung in der Intensivstation", hieß es in der ersten Pressemitteilung seines Formel-1-Teams.

Vor einer Woche war der Sohn von Formel-1- und Motorrad-Weltmeister John Surtees, Henry Surtees, auf ähnliche Weise verunglückt. Der 18-Jährige überlebte diesen Unfall nicht.

Alonso auf Pole Position, Vettel Zweiter

Überschattet von dem schweren Unfall Massas fuhr Ex-Weltmeister Fernando Alonso auf die Pole Position. Der Renault-Pilot aus Spanien erzielte im entscheidenden Zeitabschnitt der Qualifikation zum zehnten Formel-1- Lauf dieser Saison die Bestzeit. Auf Platz zwei raste auf dem 4,381 Kilometer langen Hungaroring der WM-Zweite Sebastian Vettel. WM-Spitzenreiter Jenson Button kam im Brawn-Mercedes nur auf Rang acht. Fünfter würde Nico Rosberg aus Wiesbaden im Williams-Toyota.

DPA / DPA

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