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Webers Treueschwur: "Wenn Schumacher weiterfährt, dann bei Ferrari"

Schumachers Manager Willi Weber hat versprochen, dass sein Schützling nur bei Ferrari weiter in der Formel 1 fahren wird. Der Kerpener wird sich allerdings erst Mitte der Saison entscheiden, ob er überhaupt dem Rennzirkus treu bleibt.

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat die letzten Zweifel ausgeräumt und wird seine einmalige Rennfahrer-Karriere im Fall der Fälle nur bei Ferrari fortsetzen. "Wenn er weiterfährt, dann bei Ferrari", so sein Manager Willi Weber. Sein 37 Jahre alter Schützling habe sich allerdings noch nicht entschieden, ob er auch in der nächsten Saison weiter im Cockpit sitzen oder den Helm an den Nagel hängen wolle. "Ich warte auf die Entscheidung von Michael", sagte Weber und gab dem siebenmaligen Titelträger den Rat: "Ich an seiner Stelle würde noch zwei Jahre dranhängen."

Der auch von anderen Teams umworbene Formel-1-Star hat bereits mehrfach mitgeteilt, dass er zur Saisonmitte bekannt geben wolle, ob er im nächsten Jahr seine Runden noch im Grand-Prix-Zirkus drehen werde. "Ich würde mir wünschen, dass er weiterfährt", sagte Weber. Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn rechnet damit, dass der aktuelle WM-Zweite sein Team "bis Mai oder Juni" über die Zukunftspläne informieren werde. Die Rückkehr auf die Siegerstraße beim Großen Preis von San Marino könnte Schumacher darin bestärken, weiterhin Vollgas zu geben. "Wir üben keinen Druck auf Michael aus", versicherte Fiat-Präsident Luca di Montezemolo.

"Wir brauchen keine fünf Minuten"

"Es gibt keine Verhandlungen, weil es noch keine Entscheidung gibt. Solange er sich nicht wirklich entscheidet, wie es weitergeht, verhandele ich nicht", sagte Weber. Allerdings sind die Weichen in Sachen Vertragsverlängerung längst gestellt. Sollte der Rekordchampion Grünes Licht geben, dann werde alles "relativ schnell gehen", sagte Weber. "Er wird dann unter den gleichen Bedingungen weiterfahren." Ähnlich sieht es auch Ferrari-Teamchef Jean Todt: "Sobald er zu mir kommt, einigen wir uns. Wir brauchen keine fünf Minuten."

Welche Wertschätzung Schumacher in der Formel 1 genießt, zeigt die Tatsache, dass durch den ersten Saisonsieg des Kerpeners der Kartenverkauf für den Großen Preis von Europa am ersten Maiwochenende kräftig angeheizt wurde. "Die Telefone haben geglüht und wir werden zwei Tage benötigen, um die Anfragen zu verarbeiten", sagte Walter Kafitz, der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, am Dienstag. Unweit der Heimat will Schumacher die Jagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso fortsetzen und den 15-Punkte-Rückstand weiter reduzieren.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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