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Fußball-EM der Frauen Deutschland scheitert im Finale – England feiert den ersten Titelgewinn

EM-Finale der Frauen
Chloe Kelly versetzt das Wembley-Stadion in einen Freudentaumel: Die Angreiferin traf in der Verlängerung zum 2:1-Siegtreffer im EM-Finale gegen Deutschland.
© FRANCK FIFE / AFP
Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: England ist zum ersten Mal Fußball-Europameister der Frauen. Die deutsche Mannschaft musste sich nach großem Kampf geschlagen geben.

Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen: Die englischen Fußball-Damen sind zum ersten Mal in der Geschichte Europameister. Zwei Mal unterlagen sie bereits im Finale, im dritten Anlauf klappte es. Sie gewannen in einer umkämpften Partie gegen Deutschland mit 2:1. Nach 90 Minuten stand es 1:1, in der Verlängerung traf Chloe Maggie Kelly zum Siegtreffer für die Löwinnen.

Das Spiel begann für die deutsche Mannschaft mit einem Schock: Torjägerin Alexandra Popp, die bei diesem Turnier bereits sechs Treffer erzielt hatte, verletzte sich beim Aufwärmen und fiel kurzfristig aus. Für sie rückte Lea Schüller in die Startelf. 

Deutschland war in Halbzeit zwei besser

Von dem Schock erholte sich die Nationalelf jedoch schnell. Das Spiel war von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Vor den Augen von Prinz William und Bundeskanzler Olaf Scholz kamen beide Teams kamen zu guten Torchancen. In einer körperbetonten Partie ging es ordentlich zur Sache, Schiedsrichterin Kateryna Monzul zückte mehrfach den gelben Karton und verwarnte auf englischer Seite Stanway sowie White, auch die deutsche Außenverteidigerin Felicitas Rauch sah Gelb.

Die deutsche Nationalelf kam mit viel Schwung aus der Kabine und erspielte sich direkt nach dem Wiederanpfiff mehrere gute Torgelegenheiten durch Waßmuth und Magull. Der Treffer fiel dann aber auf der anderen Seite: Ella Toone wurde von Keira Walsh mit einem wunderbaren Steilpass aus der eigenen Hälfte geschickt. Die erst sechs Minuten zuvor Eingewechselte überwand die deutsche Torhüterin Merle Frohms mit einem gekonnten Lupfer und versetzte die 87.000 Zuschauer im Wembley-Stadion in einen Freudentaumel.

Deutschland reagierte umgehend und hatte kurz darauf die riesige Chance zum Ausgleich. Erst traf Lina Magull mit einem wuchtigen Schuss nur das Lattenkreuz, den Abpraller konnte Lea Schüller nicht verwandeln. Besser machte es Magull in der 79. Minute: Sie zimmerte ein Zuspiel von Tabea Waßmuth präzise unter die Latte und stellte auf 1:1.

So ging es in die Verlängerung. Dort erwies sich die eingewechselte Chloe Maggie Kelly als Matchwinnerin: Sie traf nach einer Ecke zum viel bejubelten 2:1-Siegtreffer. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel im Wembley-Stadion keine Grenzen.

che

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