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"Nicht alles in Frage stellen": Gladbach mit "großen Dämpfer" gegen Bremen

Patrick Herrmann, Marvin Friedrich
Patrick Herrmann, Marvin Friedrich
© Getty Images
Gladbach musste gegen Bremen eine satte 1:5-Pleite hinnehmen. Die Borussia möchte sich dadurch aber nicht völlig entmutigen lassen.

Das Topspiel am Samstagabend musste Borussia Mönchengladbach mit 1:5 gegen Werder Bremen verloren geben. Das Team beschreibt einen "großen Dämpfer", durch den man aber gewiss "nicht alles in Frage stellen" dürfe. Die Stimmen zum Spiel.

Bevor es in die Länderspielpause ging, absolvierte Gladbach mit dem 3:0-Sieg gegen RB Leipzig das vermutlich beste Spiel unter der bisherigen Leitung von Daniel Farke. Zwei Wochen später gibt es eine deftige Klatsche gegen Werder Bremen.

Zwei völlig unterschiedliche Gesichter, die die Borussia in diesen beiden Partien zeigte. Am Samstagabend geriet das Duell aus Sicht der Fohlenelf bereits sehr früh in Schieflage: Gerade einmal 13 Minuten brauchten die Gastgeber an der Weser, um gleich mit drei Toren in Führung zu gehen. Am Ende steht die 1:5-Klatsche, die für ordentlich Ernüchterung sorgte.

Farke: "Völlig verdiente Niederlage" - Gladbacher beschreiben desolate Anfangsphase

"Wir waren in den ersten 15 Minuten einfach nicht anwesend, haben viele Fehlpässe gespielt, waren sehr unsauber, haben keine Zweikämpfe geführt und den Gegner eigentlich zum Tore schießen eingeladen", beschrieb Yann Sommer die Anfangsphase.

Dem Torhüter war die Verzweiflung innerhalb dieser ersten Viertelstunde ins Gesicht geschrieben. Es gab keinerlei Entlastung, zahlreiche Fehler und leichtfertige Ballverluste. Das nutzen die Bremer gnadenlos aus.

Auch Daniel Farke zeigte sich sehr enttäuscht. "So etwas wie heute passiert im Fußball leider mal. In den ersten 20 Minuten waren wir gefühlt gar nicht auf dem Platz und haben das Spiel bereits verloren, weil unser Defensivverhalten überhaupt nicht gestimmt hat", rang der Trainer nach Erklärungen.

Farke weiter: "Nach dem klaren Rückstand haben wir nicht alles umgestellt, weil wir die Jungs auch nicht komplett verwirren wollten. Sie haben dann auch eine gute Reaktion gezeigt." Dennoch habe man das Spiel "unter dem Strich völlig verdient verloren".

Friedrich betont: Niederlage "wird uns aber nicht umwerfen"

So frustrierend die Niederlage und der Spielverlauf auch war: Insbesondere Marvin Friedrich betonte, wie wichtig es sei, nun nicht den gesamten Saisonstart in Frage zu stellen und alles über den Haufen zu werfen.

Der Abwehrspieler betonte: "Wir haben in den ersten 20 Minuten alle Tugenden wie Zweikampfstärke und Laufbereitschaft komplett vermissen lassen. Und dann kann es in der Bundesliga ganz schnell gehen. Es ist schwer zu erklären, warum es so war. Diese Niederlage wird uns aber nicht umwerfen."

"Die ersten sieben Spiele von uns waren gut, deshalb dürfen wir jetzt nicht nach einer herben Niederlage alles in Frage stellen. Wir müssen die Partie gut analysieren und es dann nächste Woche im Derby gegen Köln auf jeden Fall wieder besser machen", betonte er wie wichtig es sei, diese Partie nun aufzuarbeiten und schlussendlich auch abzuschütteln.

Eines ist wohl klar: So desillusioniert die Gladbacher Fans an diesem Wochenende auch sein mögen, genauso sehr würde ein souveräner Derby-Sieg am nächsten Wochenende für Vergebung sorgen.

Alles zu Gladbach bei 90min:

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als "Nicht alles in Frage stellen": Gladbach mit "großen Dämpfer" gegen Bremen veröffentlicht.

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