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1. Bundesliga: Bundesliga-Vorschau - 1899 Hoffenheim

Hoffenheim drohte zuletzt zur Grauen Maus zu verkommen. Ist der neue Trainer Holger Stanislawski der Mann, der die TSG dauerhaft nach vorne bringt, oder ein sympathisches Feigenblatt für einen fortgesetzten Sparkurs des Clubs? Und wird Manager Ernst Tanner zum Problem für den Bundesligisten? Wir wagen dazu Prognosen in unserem Bundesliga-Check.

Holger Stanislawski in Hoffenheim - vom Kiez ins Kraichgauer Dorf. Das ist die schöne Geschichte, die der TSG Hoffenheim ein anderes Image verpassen soll. Nach dem schwäbischen Professor Ralf Rangnick und dem badischen Nachwuchsexperten Marco Pezzaiuoli ist der dritte Coach in Hoffenheims Bundesligageschichte nun ein Hamburger Kumpeltyp. Zumindest akustisch wird nun also ein anderer Zungenschlag einkehren, denn allen drei Trainern hört man ihre Herkunft deutlich an.

Die große Frage, die man sich hinsichtlich der Verpflichtung von Stanislawski aber stellen muss, lautet: Beschreitet die TSG hier mutige neue Wege und hat einen Trainer der neuen Generation verpflichtet, oder ist Stanislawski eine Billiglösung, die zum Sparkurs auf dem Transfermarkt passt?

Von Rangnick, einem der besten Taktiker im deutschen Fußball, über Pezzaiuoli, einer faktischen Übergangslösung, hin zu einem Trainer, der nur eine einzige Bundesligasaison Erfahrung besitzt - und die mit seinem Team auf Platz 18 abschloss. Nun ist es keine Schande, mit dem Kader, den St. Pauli zur Verfügung hatte, und dem Verletzungspech, das die Defensive der Hamburger beutelte, abzusteigen. Aber ob Stanislawski fachlich wirklich so gut ist wie sein positives Image, bleibt auf diesem Niveau noch abzuwarten.

Gute Zeiten

Die Transferaktivitäten der TSG blieben im überschaubaren Rahmen und waren jedenfalls nicht dazu angetan, die Abgänge von Carlos Eduardo, Luiz Gustavo und Demba Ba zu kompensieren, die der Kader in den letzten 12 Monaten verkraften musste. Die Testspiele verliefen zufriedenstellend und deuteten an, dass Stanislawski einige taktische Optionen hat, weil viele Spieler flexibel einsetzbar sind.

So richtig positiv fallen aber vor allem die Spieler ins Gewicht, die in der vergangenen Saison aus verschiedenen Gründen keine Rolle spielten, jetzt aber wieder zur Verfügung stehen. Mit Chinedu Obasi, Matthias Jaissle, Josip Simunic, Prince Tagoe und Franco Zuculini fallen gleich fünf Profis in diese Kategorie.

Ob Simunic, dessen Verhältnis zu Manager Ernst Tanner augenscheinlich schwer zerrüttet ist, die Chance zum Neuanfang unter neuem Trainer zur Rückeroberung seines Stammplatzes nutzen kann, muss man sehen, Jaissle hat sich tragischerweise schon wieder verletzt, und Tagoe traf zwar zuletzt in zwei Tests, soll aber offenbar noch abgegeben werden.

Was ist also positiv zu werten? Das sind die verbliebenen beiden Namen. Chinedu Obasi fiel nach seinem bei der WM erlittenen Beinbruch praktisch für die gesamte Saison aus. Kann er auch nur annähernd an seine Form von vor zwei Jahren anknüpfen, dann könnte er mit Ryan Babel zusammen eine der besten Flügelzangen der Bundesliga bilden.

Und der nach seinen anfänglichen Schwierigkeiten viel zu früh abgeschriebene Franco Zuculini ist ein Riesentalent, das mit erst 20 Jahren potenziell noch eine große Karriere in Europa vor sich hat. Holger Stanislawski ist es in seinem Fall wie auch bei Babel zuzutrauen, die mentale Einstellung so weit zu beeinflussen, dass beide ihre Fähigkeiten regelmäßig ausschöpfen können. Zuculini könnte dabei neben Sebastian Rudy spielen und dann Tobias Weis oder Sejad Salihovic verdrängen - oder denkbarerweise auch weiter vorne im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen.

Schlechte Zeiten

Auch, wenn wir Stanislawskis taktische Qualitäten noch nicht abschließend bewerten wollen - in Sachen Motivation und Menschenführung ist der Hamburger definitiv ein guter Griff für Hoffenheim. Das ist auch bitter notwendig, denn in dieser Hinsicht scheint im Club in den letzten Jahren einiges im Argen zu liegen.

Die Art und Weise, in der Ralf Rangnick abserviert wurde - Manager Ernst Tanner und Mäzen Dietmar Hopp hatten hinter seinem Rücken den Verkauf von Luiz Gustavo nach München vorbereitet - zeugte schon nicht gerade von Klasse und vergraulte einen hervorragenden Trainer, der den Club aus der Regionalliga bis auf Platz eins der Bundesliga geführt hatte.

Die Liste der Fehden, die vor allem Tanner mit Spielern pflegte, und von denen viel zu oft Details an die Presse lanciert wurden, ist lang und umfasst etwa Demba Ba, Josip Simunic und Prince Tagoe. Stanislawskis Wunsch, St. Paulis Pressesprecher Christian Bönig mit nach Hoffenheim zu bringen, kommentierte Tanner im Kicker undiplomatisch: "Demnächst wird noch darüber verhandelt, ob er eine Putzfrau mitbringen darf. Doch die haben wir selbst."

Auch die abfälligen Äußerungen über das fehlende Charisma von Marco Pezzaiuoli, während der noch Cheftrainer des Clubs war, erinnern an die Gepflogenheiten in Tanners bayerischer Heimat. Auch dort sparte er nicht mit Kritik an seinem Arbeitgeber 1860 München, als er die Löwen verließ. Tanners Verdienste als Jugendkoordinator bei Sechzig und in Hoffenheim sind unbestritten.

Ob man aber in so vielen Fällen verbrannte Erde hinterlassen muss? Zu hoffen bleibt, dass die jüngste Entscheidung des Managers, Roberto Firmino die Freigabe für Brasiliens U20-WM-Kader zu verweigern (die Bundesliga sei "wichtiger für seine Entwicklung", zitiert ihn der Kicker), keine Unzufriedenheit beim großen Talent hinterlässt.

Grüner wird's nicht

Baden-Württemberg hat nicht nur den ersten grünen Ministerpräsidenten Deutschlands. In Hoffenheim hat man auch die Energiewende der Bundesregierung nachvollzogen. Während Nürnberg noch für den Kernkraft-Weltmarktführer Areva Trikotwerbung macht, Schalke für Gazprom und Hertha BSC für den Stuttgart-21-Bauherren Deutsche Bahn, hat man im Kraichgau ganz auf Öko umgeschaltet.

Neuer Trikotsponsor ist der chinesische Konzern Suntech, der mit einem Jahresumsatz von fast zwei Milliarden Dollar Solaranlagen herstellt. Und falls das noch nicht deutlich genug war, hat man jetzt kurzerhand auch noch den Stadionnamen an die badische Firma Wirsol verkauft, ebenfalls in der Solarbranche tätig.

Prognose

Wenn man Hoffenheimer Spieler oder Verantwortliche nach Saisonzielen fragt, dann hört man Angaben, die zwischen "obere Tabellenhälfte" und "Europa League" schwanken. Vom Potenzial der Mannschaft her scheint das möglich. Sieht man sich die abgelaufene Saison an, dann muss man aber konstatieren, dass 1899 in der Rückrunde fast abgestiegen wäre. Der allmählich schon traditionelle Absturz der Badener im Lauf jeder Spielzeit ist angesichts der vielen offenenen Fragen (so hat sich selbst Kapitän Andreas Beck noch nicht endgültig zum Club bekannt) nicht auszuschließen.

In der Zweitliga-Aufstiegssaison mit St. Pauli hat Stanislawski gezeigt, dass er kurzfristige Krisen mit neuen Maßnahmen in den Griff bekommen kann. Für einen solchen "Reboot" hatte er in Hamburg aber die unumstrittene Rückendeckung des ganzen Clubs und Umfelds. Die dürfte in Sinsheim nicht so gegeben sein. Zwischen Platz sechs und Platz 16 ist theoretisch alles drin für die TSG. Wenn wir uns fest legen sollen, sind wir aber eher pessimistisch. Platz 15.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(