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1. Bundesliga HSV stoppt Verhandlungen mit Stevens


Der HSV muss die Suche nach einem neuen Trainer fortsetzen. Der bereits als so gut wie fix vermeldetet Deal zwischen dem HSV und Huub Stevens ist geplatzt. Nachdem Stevens den Hanseaten mitgeteilt hatte, dass er auch mit Schalke Vertragsgespräche führe, brach Frank Arnesen seine Verhandlungen mit Stevens ab.

Obwohl der Wechsel eigentlich in der Branche als so gut wie sicher galt, wird Huub Stevens doch nicht neuer Trainer des HSV. Das berichten mopo.de, abendblatt.de und bild.de übereinstimmend.

Am Samstag soll sich HSV-Sportdirektor Frank Arnesen mit Stevens getroffen haben, der zunächst als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des entlassenen Michael Oenning galt. Laut mopo.de soll Stevens bei dem Treffen sauer aufgestoßen sein, dass Arnesen ihm zunächst nur einen Vertrag bis Saisonende offeriert haben soll.

Daher wollte er sich auch das Angebot des FC Schalke anhören, mit dessen Verantwortlichen Horst Heldt er sich am Folgetag traf. "Ja, Schalke ist auch im Rennen. Das habe ich ganz ehrlich zu Frank Arnesen gesagt. Ich höre mir alles an“, sagte Stevens laut bild.de. Das missfiel wiederum dem HSV, der daraufhin die Gespräche mit Stevens als gescheitert ansah und die Verhandlungen abbrach.

Auch van Basten nicht sicher

Jetzt muss sich der HSV einen neuen Kandidaten suchen. "Wir sprechen mit mehreren Leuten. Bis zur Länderspielpause nach dem Heimspiel gegen Schalke werden wir entscheiden“, sagte der Vereinsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow von wenigen Tagen zum Thema Trainersuche. Jarchow gab dabei zu, dass auch der frühere niederländische Torjäger Marco van Basten auf der Kandidatenliste stehe.

Laut mopo.de ist aber auch diese Personalie äußerst wacklig. Van Bastens Berater Perry Overeem wird dort mit den Worten zitiert: "Wir haben noch überhaupt keinen Kontakt zum HSV gehabt. Wir entnehmen alles immer nur den Medien." Zudem wird über Gerüchte spekuliert, nach denen Kontakte zu Franco Foda, derzeit Trainer in Graz, bestehen sollen. Doch Foda verwies diese laut mopo ins Reich der Fabel. "Ich kann zu 1000 Prozent versichern: Es gab und gibt keinen Kontakt zum HSV!“, erklärte der Coach.

Wahrscheinlicher scheint damit, dass Interimcoach Rodolfo Cardoso nach seinem erfolgreichen Start gegen Stuttgart noch mindestens ein weiteres Spiel auf der Bank sitzen wird. Der 2:1-Erfolg in Stuttgart hat den HSV-Verantwortlichen den Druck des raschen Handelns genommen. Der erste Dreier nach zuvor 13 Punktspielen ohne Sieg trug eindeutig Cardosos Handschrift.

Und der Interimscoach setzte das Junge-Leute-Konzept des HSV beim Gastspiel in Schwaben mit Youngstern wie Lam, Son und Töre als Mittelfeld-Offensivreihe konsequent um und weckte verloren gegangenes Selbstvertrauen. "Ich glaube, das war die Wende", sagte der vom U-23- zum Interims-Coach beförderte Argentinier. Im nächsten Spiel geht es übrigens zu Hause gegen Schalke. Und vielleicht sitzt da ja dann ausgerechnet Huub Stevens auf der Bank.

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