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1. Bundesliga: Köln geht in Berlin 0 -3 unter

Markus Babbel machte alles richtig. Der Trainer der Hertha brachte drei neue Spieler ins Team, alle drei waren an den Toren beteiligt. Vor allem wegen der konfusen Abwehrleistung der Kölner ging der Sieg der Gastgeber durch Treffer von Pierre-Michel Lasogga (14./26.) und Raffael (34.) in Ordnung.

Aufsteiger Hertha BSC hat seinen höchsten Heimsieg in der Bundesliga seit fast drei Jahren gefeiert. Die Berliner gewannen gegen den 1. FC Köln mit 3:0 (3:0) und verbesserten sich in der Tabelle vorerst auf den neunten Platz. 

Der zweimal erfolgreiche Pierre-Michel Lasogga (14./26.) und Raffael (34.) erzielten vor 59.491 begeisterten Zuschauern im Olympiastadion die Tore für den Hauptstadt-Club, dem letztmals beim 4:0 gegen den Karlsruher SC im Dezember 2008 ein höherer Sieg in einem Bundesliga-Heimspiel gelungen war. Für die Kölner bedeutete die Schlappe nach zuletzt zwei Siegen einen empfindlichen Rückschlag.

Ohne drei gegen Köln

Während Gästetrainer Stale Solbakken zu keiner Umstellung gezwungen war, musste Markus Babbel zumindest zwei Änderungen notgedrungen durchführen. Nach den Roten Karten für Christian Lell und Adrian Ramos kam Christoph Janker für Lell auf der Rechtsverteidigerposition und Pierre-Michel Lasogga spielte einzige Spitze für Ramos. Zudem kam für Tunay Torun auf der linken Seite Änis Ben-Hatira ins Team.

Ben-Hatira war noch der Pechvogel des letzten Spiels. Er musste nach zwanzig Minuten in Bremen aus taktischen Gründen nach dem Platzverweis wieder das Feld räumen. Das schien den Ex-HSVer zu beflügeln. Auf seiner linken Seite machte er viel Alarm und lieferte gleich zwei Torvorlagen. In der 14. Minute setzte er sich gegen Andrezinho durch, führte den Ball eng an der Torauslinie und gab das Spielgerät im richtigen Moment in die Mitte, wo Pierre-Michel Lasogga nur noch den Fuß herein halten musste, um zum 1:0 zu treffen.

Ben Hatira wirbelt

Damit nicht genug, Ben Hatiras zweiter Streich folgte nur zwölf Minuten später, als er unbedrängt auf den ersten Pfosten flanken konnte, wo erneut Lasogga zur Stelle war, und gekonnt zum 2:0 ins lange Eck köpfte. Kölns Abwehr präsentierte sich unaufmerksam und schlecht sortiert. Damit fehlte den Kölnern die Sicherheit im Spiel nach vorne, die sie in den letzten Partien noch hatten. Und es kam noch schlimmer aus Sicht von Köln-Coach Stale Solbakken. Nach einem Janker-Freistoß nahm Raffael den Ball 15 Meter vor dem Tor direkt und verwandelt ins lange Eck zum 3:0 (34.).

Solbakken reagierte in der Pause und nahm mit Adil Chihi und Andrezinho die gesamte rechte Seite vom Platz, Adam Matuschyk und Christian Clemens kamen in die Partie. Die erste Chance hatte der zweifache Torschütze Lasogga, der von der Strafraumkante über den Kasten schoss, nur eine Minute später kamen auch die Kölner Mal in eine gute Abschlussposition. Slawomir Pezsko ließ zwei Gegenspieler alt aussehen, seinen Flachschuss konnte Kraft allerdings parieren (54.).

Kaum Aufregung in Halbzeit zwei

Berlin hielt die Kölner danach größtenteils vom eigenen Strafraum fern, ohne dabei die Konter konsequent setzen zu können. Eine Ausnahme bildete die letzte Chance des Spiels, als Raffael auf das Tor von Michael Rensing zulief, aber sein Schuss über die Latte streifte (88.). Köln verlor das Spiel verdientermaßen, da die Gäste in der ersten Hälfte die Ordnung in der Abwehr vernachlässigten, vor allem über die anfällige rechte Abwehrseite konnten die Berliner glänzen.

sportal.de / sportal

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