HOME

2. Bundesliga: Jubel und Bierduschen in Köln

Köln ist zurück in der Bundesliga: Mit einem Sieg gegen Mainz hat das Team von Trainer Christoph Daum den Aufstieg perfekt gemacht. Nach dem Schlusspfiff stürmten tausende Fans auf den Rasen, Trainer Christoph Daum bekam die übliche Bierdusche. Ob er in Köln bleibt, ließ Daum offen.

740 Tage nach dem Abstieg 2006 machte des Gründungsmitglied mit dem 2:0 (1:0) gegen den FSV Mainz.05 am Sonntag die vierte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga nach 2000, 2003 und 2005 schon einen Spieltag vor dem Saisonende perfekt. Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner WM-Stadion sorgte Roda Antar mit einem "Tore-Doppelpack" (22./66. Minute) für das glückliche Ende des "Aufstiegs-Marathons", von dem Daum immer gesprochen hat. Mainz bleibt im Rennen um Rang drei, muss aber am 18. Mai gegen den FC St. Pauli gewinnen und auf einen Ausrutscher von 1899 Hoffenheim setzen.

Um 15.47 Uhr kannte der Jubel der FC-Fans keine Grenzen mehr. "Nie mehr 2. Liga" skandierte die Menge, nachdem es vier Tage nach Borussia Mönchengladbach auch dem zweiten rheinischen Traditionsverein gelungen war, sich wieder in die Erstklassigkeit zu spielen. Daum musste erst die übliche Bierdusche über sich ergehen lassen und wollte dann zu seiner Zukunft als FC-Coach noch nichts sagen: "Ob ich bleibe, ist jetzt nicht das Thema. Jetzt will ich erstmal mit der Mannschaft feiern. Meine Mission war es, diesen Club wieder in die erste Liga zu bringen. Und dieses Versprechen habe ich eingelöst." FSV-Trainer Jürgen Klopp hat noch nichts Konkretes in der Hand. Er bleibt nur beim Aufstieg am Bruchweg und schaute ausschließlich auf den nächsten Gegner: "Wir können gewinnen, darüber hinaus müssen wir nicht nachdenken."

Fans stürmten den Rasen

Und dann feierten Daum, sein Team und die Fans, die sechs Minuten nach dem Ende zu Tausenden gesittet den Rasen stürmten: Die Ordner konnten sie nicht mehr aufhalten. "Oh wie ist das schön", sangen die Massen, Doppel-Torschütze Antar brüllte ein lautes "Nein" in das Stadion-Mikrofon, als er gefragt wurde, ob er so etwas schon mal erlebt habe.

Daum ließ seine Mannschaft nach dem Sieg in Augsburg unverändert. Bei Mainz gehörten der ehemalige Kölner Markus Feulner und Nejmeddin Daghfous neu zur Startformation. Köln kam schwer ins Spiel. Doch nach dem 1:0 durch Antars Kopfball nach einer Ecke von Ümit Özat wurde der FC überlegen. Vier Minuten später wurde ein Treffer von Milivoje Novakovic (Abseits) nicht anerkannt. Patrick Helmes (27.), der nach Leverkusen wechselt, hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Distanzschuss strich knapp rechts daneben. Die größte Möglichkeit des FSV, der schon früh (18.) Kapitän Marco Rose (Knieverletzung) ersetzen musste, hatte Feulner, bei dessen Weitschuss (31.) FC-Keeper Faryd Mondragon glänzte.

Mainz war zu harmlos

Die im Angriff zu harmlosen Gäste hatten durch einen Kopfball von Neven Subotic (47.) auf die Latte des FC-Gehäuses nach dem Wechsel die erste Chance. FC-Torjäger Novakovic traf zwei Minuten später auf der Gegenseite nur den Pfosten. Jetzt wurde es für kurze Zeit ein offener Schlagabtausch, weil Mainz mehr riskierte, aber bei einem Heber von Thomas Broich (60.) fast das.0:2 kassierte. Daghfous scheiterte an Mondragon (64.), 120 Sekunden später verwandelte Antar mit dem 2:0 nach Helmes-Flanke die Arena in ein Tollhaus. In der 83. Minute klärte der eingewechselte Kölner Aleksandar Mitreski auf der Linie. Dann war Ende, Köln hat wieder einen Erstligisten.

DPA / DPA

Wissenscommunity