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Elfmeterkrimi im Afrika-Cup: 22 Schützen, 21 Tore - und ein Held

Die Elfenbeinküste ist neuer Afrikameister. Die Entscheidung gegen Ghana fiel allerdings nicht im Spiel, sondern im Elfmeterschießen - und das war spektakulär. Am Ende gab es einen Helden.

Der Held des Tages in Bata, der Hauptstadt von Äquatorialguinea, sah zunächst gar nicht wie einer aus. Boubacar Barry, Keeper der Elfenbeinküste, wälzte sich während des Elfmeterschießens im Finale des Afrika Cups plötzlich am Boden. Der 35-Jährige, der in Belgien für Sporting Lokeren spielt, war nach 120 torlosen Minuten so erschöpft, dass er von Wadenkrämpfen geplagt wurde. Zuvor hatte er schon einige Treffer kassiert, aber auch einen Strafstoß von Gegner Ghana gehalten.

Zum Glück für die Ivorer konnte Barry weiter spielen - und Geschichte schreiben. Nach zehn Schützen auf beiden Seiten stand es im Elfmeterduell 10:10. Jetzt mussten also die Torhüter ran. Zuerst trat Ghanas Torwart Brimah Razak an und scheiterte an Barry. Der wiederrum behielt die Nerven und schoss sein Team zum Sieg. Damit wiederholte sich die Geschichte. Vor 23 Jahren hatte die Elfenbeinküste schon einmal mit 11:10 gegen Ghana im Finale des Afrika Cups besiegt.

Wer das spektakuläre Elfmeterschießen in ganzer Länge verfolgen will: Im Video unten sind Barrys Heldentaten im Bewegtbild zu sehen.

tis

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