Der Tod von Alexander Manninger schockt die Fußballwelt. Der ehemalige österreichische Nationaltorwart kam am Donnerstagmorgen ums Leben, als sein Auto an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde. Er wurde 48 Jahre alt.
Noch ist wenig über die Umstände des tragischen Unglücks bekannt. Allerdings soll Manninger die Unfallstelle in Nußdorf am Haunsberg (nahe Salzburg) wohl sehr gut gekannt haben. Wie die österreichische „Kronenzeitung“ berichtet, führt der Weg zu einigen Fischerteichen, die Manninger häufiger besucht haben soll. Offenbar war der frühere Torwart auch am Donnerstag unterwegs zum Angeln.
Der Bahnübergang ist unbeschrankt und auch technisch nicht gesichert – etwa durch eine Ampelanlage. Laut „Kronenzeitung“ stehen lediglich ein Stoppschild und ein Andreaskreuz davor.
Obduktion soll Klarheit bringen
Zu den vielen Unklarheiten in dem Fall zählen die Unfallursache und der genaue Hergang. Eine Obduktion soll klären, ob Manninger eventuell durch einen medizinischen Notfall nicht vor dem Bahnübergang stoppte. Die Ergebnisse werden jedoch erst in einer Woche erwartet, teilte die Landespolizeidirektion Salzburg der „Bild“-Zeitung mit.
Außerdem wollen die Ermittlungsbehörden zahlreiche Zeugen vernehmen – darunter auch den Lokführer, der allerdings noch unter Schock steht. Die elektronischen Daten von Manningers Auto sollen Auskunft über dessen Fahrverhalten geben. Doch auch dies wird nach Angaben des Sachverständigen noch einige Wochen dauern.
Alexander Manninger spielte für den FC Augsburg
Bisher ist bekannt, dass Manninger in seinem VW-Minivan von der Regionalbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift wurde. Den Einsatzkräften vor Ort gelang es nicht, sein Leben zu retten. Manninger saß allein in dem Auto, von den knapp 25 Personen im Zug wurde niemand verletzt.
Alexander Manninger absolvierte 34 Länderspiele für Österreich und spielte in der Bundesliga für den FC Augsburg. Außerdem stand er unter anderem beim FC Arsenal, bei Espanyol Barcelona, Juventus Turin und dem FC Liverpool unter Vertrag.
Quellen: „Kronenzeitung“, „Bild”, Polizei Salzburg