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Racing Club holt Titel in Argentinien: Fußballfan bringt Schädel seines Opas zur Meisterschaftsfeier mit

Die Fans des argentinischen Fußballvereins Racing Club feiern die Meisterschaft. Mittendrin: Gabriel Aranda – und der Schädel seines Großvaters, der den großen Moment unbedingt erleben sollte.

Manche Liebe währt bis zum Tod. Im Fußball geht sie manchmal sogar noch darüber hinaus. Für die Fans des argentinischen Fußballvereins Racing Club war der Gewinn der Meisterschaft der erste Titel seit 2014 – und natürlich ein Anlass für eine riesige Party. Nach dem 1:1 gegen Tigre, das Platz eins sicherte, feierten die Anhänger tagelang.

Mittendrin: Gabriel Aranda, glühender Fan des Clubs aus Avellaneda, einem Vorort der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Die Liebe zum Verein ist in seiner Familie vererbt, schon sein Großvater Valentino war großer Fan. Und weil auch der längst verstorbene Opa den Triumph miterleben sollte, brachte Aranda ihn kurzerhand zur Meisterschaftsfeier mit. Beziehungsweise seinen Schädel.

Großvater sollte Meisterschaft von Racing Club miterleben

Dem Fernsehsender TNT Sports sagte Aranda am Rande der Straßenparty, er habe den Schädel seines Großvaters aus dem Grab geholt und ihn bereits während der Saison immer wieder zu Spielen mitgenommen. Das habe seinem Fußballverein Glück gebracht: "Er wäre stolz auf mich."

Sein Enkel jedenfalls war mit dem ungewöhnlichen Mitbringsel der Star der Meisterschaftsfeier, das Bild von ihm mit dem Schädel seines Großvaters ging um die Welt – und wurde durchaus kontrovers diskutiert.

In den sozialen Netzwerken bewundern einige Fußballfans Aranda für seine Liebe zum Verein gleichermaßen wie für die zum Großvater, manche wünschen sich sogar, dass ihre Enkel das gleiche für sie tun mögen, sollte ihr Klub eines Tages die Meisterschaft gewinnen. Andere halten die Aktion für pietätlos und morbide. Ein paar Fans fühlen sich durch das Foto an Shakespeares Hamlet erinnert. Klar ist: In Argentinien genießt Fußball noch einmal einen höheren Stellenwert als in Europa, die Hingabe zum eigenen Verein kommt dort oft einer Religion gleich. Gabriel Aranda ist wohl das beste Beispiel dafür.

Quelle: TNT Sports

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