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Argentiniens Nationaltrainer entlassen: Maradona verhandelt sich ins Abseits

Argentinien muss sich einen neuen Nationaltrainer suchen: Der Vertrag mit Diego Maradona wird nicht verlängert. Der Fußball-Verband AFA und sein Boss Julio Grondona wollten sich die Bedingungen des exzentrischen Fußball-Idols nicht diktieren lassen.

Fußball-Idol Diego Maradona ist nicht mehr Nationaltrainer des zweimaligen Weltmeisters Argentinien. Sein Vertrag, der am Samstag ausläuft, werde nicht verlängert, teilte der nationale Verbandes AFA am Dienstag in Buenos Aires mit. Der Verband habe die Bedingungen Maradonas für eine Verlängerung des Kontrakts nicht akzeptieren können.

Der AFA hatte Maradona vergangene Woche eine Verlängerung um vier Jahre bis zur WM 2014 in Brasilien angeboten. Am Montag waren dieVerhandlungen zwischen dem WM-Kapitän von 1986 und Verbandsboss Julio Grondona aber ergebnislos geblieben. Maradona hatte zwar vor dem zweistündigen Treffen mit Grondona nach längerer Überlegung seine Bereitschaft zur Fortsetzung seines Engagements erklärt, allerdings dafür die weitere Zusammenarbeit mit seinen Assistenten zur Bedingung gemacht. "Wenn sie an meine Mitarbeiter wollen, bin ich weg", sagte der Coach in einem TV-Interview. Doch Grondona beharrte offensichtlich auf einer Trennung von Alejandro Mancuso und Hector Enrique.

Einen Nachfolger gab der Verband noch nicht bekannt. Beim Länderspiel der Gauchos am 11. August in Dublin gegen Irland sitzt interimsweise Maradonas Weltmeister-Kollege Sergio Batista auf der Bank der Albiceleste. Dieser hatte die Mannschaft schon einmal vor Maradonas Amtsübernahme vor knapp zwei Jahren betreut. Bis zum Match am 7. September in Buenos Aires gegen Weltmeister Spanien will Grondona aber einen neuen Chefcoach gefunden haben.

Grondona, der zugleich Vizepräsident des Fußball-Weltverbandes Fifa ist, hatte Maradona zu dessen 48. Geburtstag im Oktober 2008 eingestellt. Seitdem testete "El Diez" mehr als 100 Spieler, bei der WM avancierte er erstmals zum erfolgreichen Coach - ehe die deutsche Nationalmannschaft den charismatischen Ex-Kicker im Viertelfinale stoppte und die argentinischen WM-Träume platzen ließen.

joe/DPA/SID / DPA

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