Arsenal London Hoffnung für Lehmann


Stammplatz verloren, Zoff mit dem Trainer: Die Tage von Nationalspieler Jens Lehmann bei Arsenal London schienen gezählt. Doch jetzt hat der Deutsche einen prominenten Fürsprecher bekommen.

Seit mehr als zwei Monaten sitzt Torhüter Jens Lehmann bei Arsenal London auf der Bank. Der Abschied des deutschen Nationaltorhüters vom amtierenden englischen Meister schien nur noch eine Frage der Zeit. Jetzt kann sich Lehmann möglicherweise doch wieder Hoffnung auf eine Rückkehr zwischen die Pfosten der Gunners machen.

Die derzeitige Nummer Eins, Manuel Alumnia, patzte im letzten Heimspiel bei der 2:4-Niederlage gegen Manchester United mehrfach. Damit hat sich die Mannschaft von Trainer Arsene Wenger wohl endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet. Der Abstand zum Tabellenführer und Lokalrivalen Chelsea London beträgt bereits 13 Punkte. Außerdem hat Lehmann mit Arsenal London-Legende Bob Wilson einen prominenten Fürsprecher auf seiner Seite.

Arsenal-Legende fordert Lehmann

Wilson, 11 Jahre Profi und 28 Jahre Torwart-Trainer beim FC Arsenal, forderte in der britischen Zeitung "Daily Telegraph", Lehmann müsse nach den zuletzt schwachen Auftritten seines Rivalen Manuel Almunia wieder das Arsenal-Tor hüten. Er begründete seine Forderung damit, dass Lehmann "eine Schlüsselfigur in der vergangenen Rekord-Saison" gewesen sei.

Wilson gab dem Spanier Almunia eine Mitschuld an drei der vier Gegentore bei der Niederlage gegen ManU. "Auf dem höchsten Niveau geht es um Technik, Beständigkeit und Präsenz. Lehmann hat davon im Überfluss und viele in unserer Torhüter-Vereinigung glauben, dass er noch immer zu den drei besten Keepern in der Premier League gehört." Der 63-Jährige, der zwischen 1963 und 1974 insgesamt 234 Mal im Arsenal-Tor stand, kritisierte Trainer Arsene Wenger: "Ich respektiere Wenger für alles, was er tut, aber in der Torhüterfrage stimmen wir nicht überein. Lehmanns letztjährige Bilanz spricht für sich."

Der deutsche Nationalkeeper hatte seinen Stammplatz im November verloren und musste die vergangenen zehn Meisterschaftsspiele bei Arsenal von der Ersatzbank aus verfolgen.

Arsenal-Trainer Wenger scheint allerdings weiterhin an seiner neuen Nummer Eins festhalten zu wollen. "Die Niederlage lag nicht nur am Torwart", meinte Wenger, gab dem Spanier aber immerhin eine Teilschuld. Die englischen Zeitungen fielen ebenfalls nicht über Almunia her. Seine Rettungstat freistehend gegen Rooney kürte "The Sun" zur "Parade des Spiels", und die "Times" benotete Almunia sogar als besten Mann seines Teams.

DPA DPA

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