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Premier-League-Meisterschaft Bei Leicesters Trainer Claudio Ranieri kullern die Tränen

Leicesters Trainer Claudio Ranieri
Auf seine alten Tage steht Leicesters Trainer Claudio Ranieri vor dem ersten, großen Triumph seiner langen Karriere
© Reuters
Der Trainer von Leicester City, Claudio Ranieri, vergießt nach dem jüngsten Sieg seines Teams Tränen. Der krasse Außenseiter-Club steht kurz davor, eine sensationelle Saison mit dem Meistertitel zu krönen.

Sie haben es schon wieder gemacht. Leicester City hat erneut ein Spiel gewonnen, diesmal mit 2:0 gegen den FC Sunderland. Damit hat der Premier-League-Club weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Tottenham Hotspur. Fünf Spiele gibt es noch, drei Siege sind noch nötig, um unabhängig von den Ergebnissen des Konkurrenten den englischen Meistertitel zu holen - es wäre die Sensation im europäischen Fußball.

Coach Claudio Ranieri bedankte sich nach dem fünften Sieg ohne Gegentor in Serie unter Tränen bei den mitgereisten Fans. "Es ist einfach nur erstaunlich. Ich wollte allen Danke sagen, die mitgekommen sind", erklärte der Italiener. "Niemand hat geglaubt, dass wir je in dieser Position sein können. Jetzt werden wir kämpfen und kämpfen."

Leicester zeigt es den superreichen Großclubs

Der Verein hat neben den drei Aufsteigern das kleinste Budget in der reichsten Liga der Welt. Leicester wäre der Beweis, dass nicht nur Geld Tore schießt - und, dass der Fußball auf der Insel nicht restlos den Großclubs, Konzernen und Ölscheichs gehört. Zu der perfekten Dramaturgie dieser Premier-League-Saison gehört, dass Leicester am letzten Spieltag zum FC Chelsea reist, dem Verein des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch. Mehr Sympolik ginge nicht. Hier der strahlende Außenseiter, der mit vergleichsweise wenig Geld den Titel gewinnt, dort der müde Gigant, der in dieser Saison abgeschmiert ist.

Auch für den Trainer wäre das eine Genugtuung. Claudio Ranieri galt schon als gescheitert. Der 64-jährige Italiener trainierte unter anderem Juventus Turin, Inter Mailand und den FC Chelsea - einen Titel gewann er noch nie. Als er zu Beginn der Saison den Verein übernahm, schlug ihm viel Skepsis entgegen. Zudem war Leicester in der Vorsaison fast abgestiegen. Jetzt aber steht er kurz vor seinem großen Triumph. Und in dessen Angesicht kommen sogar hartgesottenen Profis wie Ranieri die Tränen.

tis

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