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Betrugsvorwürfe gegen FC Bayern: Uefa-Ermittler Limacher weist Vorwürfe zurück

Nach einer behaupteten Spielmanipulation hat der FC Bayern Strafanzeige gegen den Chefermittler der Uefa, Peter Limacher, gestellt. Der will die umstrittenen Aussagen über den deutschen Rekordmeister gar nicht gemacht haben - und verteidigt seine Quelle.

Der Chefermittler der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Peter Limacher, hat in einem Zeitungsinterview Vorwürfe zurückgewiesen, er habe falsche Beschuldigungen gegen den FC Bayern München verbreitet. Limacher sagte der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag-Ausgabe), ihm vom Magazin stern.de zugeschriebene Äußerungen über ein vom FC Bayern angeblich verkauftes Uefa-Cup- Halbfinale gegen Zenit St. Petersburg im Mai 2008 nicht getätigt zu haben. Auch von angeblichen Hausdurchsuchungen beim Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß und dem Finanzvorstand des Clubs, Karl Hopfner, wisse er nichts.

"Das entbehrt jeglicher Grundlage", sagte Limacher dem Blatt, "das habe ich nie gesagt". Über seinen Mitarbeiter, den Kroaten Robin Boksic, sagte Limacher: "Herr Boksic ist eine absolut sichere Quelle. Er hat uns in der Früherkennung von Auffälligkeiten bei Partien und auch vor Ort entscheidende Hinweise geliefert." Zudem durchlaufe jeder seiner Hinweise eine Plausibilitätsprüfung.

Der FC Bayern München erstattete am Mittwoch gegen Limacher und Boksic bei der Staatsanwaltschaft München I Strafanzeige und stellte Strafantrag.

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