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Billardkugel und Bierdusche Schalker Fans wüten gegen Markus Merk


Unschöne Szenen am Rande der Partie Schalke gegen Kaiserslautern: Ex-Schiri Markus Merk wurde bei seiner Rückkehr als TV-Experte in die Veltins-Arena von Fans massiv bepöbelt - zehn Jahre nach dem "geklauten Meistertitel".

Bei der Rückkehr von Markus Merk nach Gelsenkirchen haben die Anhänger des FC Schalke 04 dem früheren Weltklasse-Schiedsrichter einen ungemütlichen Empfang bereitet. Aus der Südkurve flogen am Samstagabend bei der Bundesliga-Partie zwischen dem Revierclub und dem 1. FC Kaiserslautern (1:2) Getränkebecher und sogar eine Billardkugel in Richtung des Experten des Pay-TV-Senders Sky. Zudem schmähten die Fans des Heimteams Merk während dessen Analysen mit wütenden Gesängen. Wie "Sport Bild Online" am Sonntag berichtete, wurde gegen die Werfer ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter, gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Sicherheitskräfte schützten den 49-Jährigen mit Regenschirmen. Der Ex-Referee setzte seine Moderation fort, schaute jedoch mehrfach skeptisch auf die Tribüne. Dennoch verkniff sich Merk nach dem Schlusspfiff Kritik an der heftigen Reaktion der Fans: "Ich nehme die vielen positiven Aspekte mit." Schließlich hatte ihn einige Fans sowie der damalige und heutige Schalke-Coach Huub Stevens noch vor der Partie freundschaftlich begrüßt, ein Anhänger schenkte ihm einen königsblauen Schal. Doch der Unmut der Fans über die Entscheidungen von Schiedsrichter Peter Sippel, der beim verdienten Erfolg für Kaiserslautern mit zwei Platzverweisen und Elfmetern von sich reden machte, übertrug sich auf den TV-Experten.

Im Meisterschaftsfinale 2001 hatte Merk am letzten Spieltag in Hamburg kurz vor Abpfiff auf indirekten Freistoß für den FC Bayern im gegnerischen Strafraum entschieden. Durch das anschließende 1:1 schob sich der Rekordmeister noch an Schalke vorbei. Die königsblauen Anhänger werfen Merk seitdem vor, ihnen den ersten Titel seit 1958 verwehrt zu haben. "Markus Merk hat gut reagiert", twitterte Co-Experte Jan Aage Fjörtoft, Ex-Profi von Eintracht Frankfurt, und veröffentlichte über den Kurznachrichtendienst das Foto eines lachenden Merk.


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