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Borussia Dortmund: BVB offenbar in arger Finanznot

Die sportliche Talfahrt des BVB hat offenbar katastrophale finanzielle Auswirkungen: Medienberichten zufolge will sich der Verein frisches Geld auf dem Kapitalmarkt beschaffen, um die Millionen-Verluste in diesem Jahr auszugleichen.

Für Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die sportliche Talfahrt der vergangenen Monate schwerwiegende finanzielle Folgen. Wie Manager Michael Meier bestätigte, bereitet der Verein derzeit eine Anleihe in Millionenhöhe vor. "Dass uns Verluste erwarten und dass wir uns deshalb um eine Anleihe bemühen, ist richtig. Die genannten Zahlen sind aber falsch", sagte der BVB- Manager der "Bild".

Angeblich Verlust von 50 Millionen Euro

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, der BVB plane nach dem Vorbild des sportlichen Rivalen Schalke 04 über das amerikanisch-englische Investmenthaus Schechter & Co eine Anleihe über 80 bis 100 Millionen Euro und verpfände dafür als Sicherheit über zwölf Jahre seine Zuschauereinnahmen. Anders allerdings als die Reviernachbarn, die im April eine Millionen-Anleihe zum Teil zur Tilgung von Schulden nutzten, benötigt der BVB dem Bericht zufolge die Mittel um die Finanzlöcher der laufenden Saison zu stopfen. Angeblich drohe dem Verein ein Verlust von mindestens 50 Millionen Euro, berichtete die SZ ohne Angabe einer Quelle.Im Vergleich zum Vorjahr droht dem einzigen deutschen Börsen notierten Fußball-Unternehmen nach Angaben der beiden Blätter ein Minus von rund 50 Millionen Euro.

Manager Meier sieht Existenz des Vereins als gesichert

Von einem Indiz für eine existenzbedrohende Schieflage könne laut Meier jedoch nicht die Rede sein: "Es ist in der Wirtschaft normal, dass Unternehmen, die sich in finanziellen Engpässen befinden, Anleihen aufnehmen." Die Börse reagiert auf die Ankündigung des Vereins entsetzt. Die Anteilsscheine gaben um acht Prozent auf 3,45 Euro nach.

dpa / DPA
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