Bundesliga-Check, Teil 9 Eintracht Frankfurt - die solide Diva


Bis zum Start der Bundesliga stellt stern.de in einer neuen Serie alle Bundesligisten vor und analysiert ihre Chancen vor der Saison. Eintracht Frankfurt hat für die neue Saison beste Aussichten - die ehemals launische Diva will sich fest im gehobenen Mittelfeld etablieren.
Von Nico Stankewitz

Aussichten: Das schrittweise Vorgehen von Bruchhagen/Funkel zahlt sich langsam aber sicher aus. In den vergangenen Jahren wurde die Verschuldung abgebaut und Eintracht kann nun – maßvoll – investieren. Immerhin 5,7 Millionen Euro hat Frankfurt in diesem Sommer für Neuzugänge ausgegeben und auch das Gehaltsniveau dürfte im gehobenen Mittelfeld der Bundesliga angekommen sein. Die Aussichten scheinen gut, mit (dem allerdings noch bis Oktober verletzt fehlenden) Bajramovic, dem bei der EM sehr auffälligen Österreicher Korkmaz, Innenverteidiger Bellaid und dem 33-Jährigen griechischen Sturm-Routinier Liberopoulos ist die Mannschaft substanziell verstärkt worden und scheint auch in der Breite gut genug besetzt, um auch im kommenden Jahr eine gute Rolle zu spielen.

Überzeugend ist auch die deutlich sichtbare Weiterentwicklung von jungen Spielern, wie Patrick Ochs, Marco Russ oder Faton Toski, die in der vergangenen Saison einen Sprung nach vorne gemacht haben. Die Mischung aus älteren und jüngeren Spielern stimmt und der Kader macht insgesamt einen stabilen Eindruck. Ein Handicap ist allerdings die Verletzungsmisere, denn mit Aleksandar Vasoski, Christoph Preuß, Zlatan Bajramovic und Ümit Korkmaz fallen gleich vier Spieler noch mehrere Monate aus.

Trainer:

Friedhelm Funkel. Vier Jahre lenkt der 54-Jährige Trainer nun schon die Geschicke des hessischen Bundesligisten und leistet hier grundsolide Arbeit. Gemeinsam mit dem Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen hat Funkel die Mannschaft von Jahr zu Jahr weiter entwickelt. Nüchterner Typ, trotz guter Bilanz in Frankfurt bei den Fans umstritten.

Neuzugänge:

Habib Bellaid (Racing Straßburg/2,5 Mio), Ümit Korkmaz (Rapid Wien/2,3 Mio), Markus Steinhofer (Bayern München/0,9 Mio), Zlatan Bajramovic (Schalke 04), Nikos Liberopoulos (AEK Athen), Alexander Krük (Kickers Emden/alle ablösefrei).

Die beste Elf:

Markus Pröll (Deutschland/28), Patrick Ochs (Deutschland/24), Marco Russ (Deutschland/23), Habib Bellaid (Frankreich/22), Christoph Spycher (Schweiz/30), Chris (Brasilien/29), Zlatan Bajramovic (Bosnien und Herzegovina/28), Alexander Meier (Deutschland/25), Caio (Brasilien/22), Martin Fenin (Tschechien/21), Ioannis Amanatidis (Griechenland/26).

Tipp von stern.de

: Wie in der Vorsaison muss die Eintracht nicht nach unten gucken und entwickelt sich zu einer festen Größe im Mittelfeld der Liga. Platz 10.


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