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Bundesliga: Stuttgart schickt die "Löwen" mit 2:0 nach Hause

Der VfB Stuttgart hat den TSV 1860 München in der Fußball-Bundesliga in akute Abstiegsgefahr gestürzt. Im anderen Sonntagsspiel schlug Bochum Mönchengladbach mit 1:0 - nach einem Eigentor.

Der VfB Stuttgart hat das Aus in der Champions League bestens verdaut und den TSV 1860 München in der Fußball-Bundesliga in akute Abstiegsgefahr gestürzt. Nach dem souveränen 2:0 (2:0)-Erfolg, den Zvonimir Soldo (32. Minute) am Sonntagabend mit seinem vierten Saisontor und Marco Streller (35.) sicherstellten, halten die Schwaben Kurs auf eine erneute Qualifikation für die "Königsklasse". Der Rückstand auf den Tabellen-Zweiten Bayern München verringerte sich auf drei Punkte. Die durch den Trubel um Präsident Karl-Heinz Wildmoser verunsicherten "Löwen", bei denen Fernando (75.) die Gelb/Rote Karte sah, trennen nur noch zwei Zähler von den Abstiegsrängen.

"Wir haben eigentlich stark angefangen und hinten gut gestanden", sagte 1860-Trainer Falko Götz. "Aber was wir vorne gemacht haben, war haarsträubend." Sein Stuttgarter Kollege Felix Magath war sichtlich zufrieden, die drei Punkte eingefahren zu haben. "Das war ein schwieriges Spiel", meinte er, "weit schwieriger, als es der Tabellenstand aussagte. Deshalb bin ich sehr froh über das Ergebnis."

Eigentor schubst Mönchengladbach noch tiefer in den Abstiegsstrudel

Pechvogel Sladan Asanin hat mit einem Eigentor zwei Minuten vor Schluss dem VfL Bochum einen überaus glücklichen 1:0-Sieg beschert und Borussia Mönchengladbach noch tiefer in den Abstiegstrudel gerissen. Der Kroate lenkte am Sonntag in der 88. Minute eine Freistoß-Eingabe ins eigene Tor und vermasselte den Gladbachern nach einer couragierten Vorstellung im ausverkauften Ruhrstadion die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale bei Alemannia Aachen am Mittwoch. Bochum verdrängte mit dem "Dusel"-Sieg Bayer Leverkusen wieder von Platz vier und wahrte seine makellose Heimbilanz. Die letzte Niederlage im Ruhrstadion datiert vom 15. März 2003 gegen Bayern München.

VfL-Keeper Rein van Duijnhoven ist zu Hause seit 834 Minuten ohne Gegentor und weiter auf Rekordjagd. Dem Niederländer fehlen nun nur noch zehn Minuten zur Heim-Bestmarke des Schalke-Schlussmanns Norbert Nigbur aus der Bundesliga-Saison 1974/75. "Es war ein glücklicher Sieg. Das haben die Gladbacher einfach nicht verdient", sagte van Duijnhoven und zeigte Mitgefühl für die "Fohlen". Sein Gegenüber Claus Reitmaier war dennoch optimistisch: "Wir haben Bochum an die Wand gespielt. Deswegen wird uns dieses Spiel aufbauen. Wenn wir so weiter spielen, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben." VfL- Trainer Peter Neururer atmete tief durch und hakte die schlechte Leistung seiner Mannschaft schnell ab: "Spielkultur zählt im Moment nicht so viel."

Aachens Trainer Jörg Berger, der vor dem Pokal-Halbfinale am Mittwoch in Bochum "spionierte", war angesichts der Überlegenheit der "Fohlen" voll des Lobes: "Ich habe Gladbach vorher schon zwei Mal beobachtet. Aber so gut wie heute in der ersten Halbzeit habe ich sie noch nicht gesehen. Es müsste schon 2:0 für die Borussia stehen", sagte der Alemannia-Coach in der Pause.

Den Bochumern fehlte die ordnende Hand im Mittelfeld, Dariusz Wosz war in seinem 200. Bundesligaspiel für den VfL mit dieser Ausgabe überfordert. Bemerkenswert, wie Hashemian trotz seines Nasenbeinbruchs in die Zweikämpfe ging. Der Iraner, der erstmals nach der "Kopfstoß-Affäre" mit seinem inzwischen suspendierten Mitspieler Sunday Oliseh wieder spielte, trug zum Schutz der lädierten Nase eine Gesichtsmaske. Doch er schonte sich nicht, flog auch in der 59. Minute in einen Kopfball nach einer Ecke. Danach verflachte die Partie bis zum Missgeschick von Asanin kurz vor dem Schlusspfiff.

DPA / DPA

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