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Bundesliga-Dino in der Krise: Der HSV blickt in den Abgrund

Der Hamburger SV bleibt nach dem 2:4 in Braunschweig weiterhin auf Talfahrt. Die Zeit von Trainer Bert van Marwijk dürfte nach der siebten Pleite in Folge abgelaufen sein.

Er selbst hatte das Kellerduell gegen Schlusslicht Braunschweig im Vorfeld als "wichtigstes Spiel des Jahres" bezeichnet. Jetzt steht wohl fest: Nach dem seine Elf auch gegen die Niedersachsen mit 2:4 unterlag und so die siebte Niederlage in Serie kassierte, dürfte Bert van Marwijks Tage als Trainer des Bundesliga-Dinos endgültig gezählt sein.

Noch am heutigen Samstagabend wollen die HSV-Verantwortlichen in einer weiteren Krisensitzung über die Zukunft des Niederländers entscheiden. "Wir werden die ganze Situation analysieren. Es sind wieder unglaubliche Fehler, die passiert sind, von verschiedenen Spielern", sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer nach der Partie und fügte an: "Wenn sie das Spiel anschauen, wie die Tore gefallen sind. Wir haben nicht unbedingt ein Trainerproblem, sondern wir machen zu viele Fehler."

51 Gegentore in 21 Spielen

Tatsächlich lässt vor allem die Defensive der Hanseaten derzeit zu wünschen übrig. Satte 51 Gegentore kassierte der HSV in den bisherigen 21 Partien – so viele wie kein anderer Ligakonkurrent. Da man zudem bisher nur vier Spiele gewinnen konnte, ebenso oft unentscheiden spielte und insgesamt aber schon 13-mal verlor, überrascht es wenig, dass den Traditionsklub derzeit nur noch ein Punkt vom Tabellenletzten Braunschweig trennt.

Ob man seitens der Vereinsführung angesichts dieser Situation und trotz der Pleite weiterhin an van Marwijk festhalten wird, wollte Kreuzer jedoch genauso wenig kommentieren wie eine mögliche Verpflichtung von Mirko Slomka, der in der Woche als möglicher Nachfolger des 51-Jährigen genannt worden war.

"Versuche alles, um den HSV rauszuholen"

Dem war nach der Partie in Braunschweig ebenfalls nur wenig zu entlocken. Darauf angesprochen, ob er seine Zukunft weiter in Hamburg sehe, antwortete der Tariner kurz angebunden: "Mein Job ist für mich im Moment überhaupt nicht wichtig. Ich versuche alles, um den HSV hier rauszuholen." Angesichts der Talfahrt der letzten Monate deutet jedoch alles daraufhin, dass der Niederländer seinen Hut zeitnah nehmen muss.

mod/DPA / DPA

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