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Kolumne

Rot-weiß - die Bayern-Fan-Kolumne: FC Bayern gewinnt zweites Spiel in Folge, aber der Schein trügt

Der FC Bayern profitiert von schwachen Gegnern und gewinnt das zweite Spiel in Folge. Die Probleme bleiben jedoch die alten und gerade in den taktischen Maßnahmen zeigt sich Niko Kovac' großes Problem.

Von Stefan Johannesberg

Bayern-Coach Niko Kovac

Bayern-Coach Niko Kovac hat sich mit zwei Siegen ein bisschen Luft verschafft

Getty Images

Es tat weh, richtig weh. Jedem Bayern-Fan müssen beim so called Arbeitssieg die Augen geblutet haben, als Javi Martínez zum wiederholten Male der Ball versprang. In der Kreisliga hätte es Sprüche von den biertrinkenden Kiebitzen am Rand gehagelt: Der stoppt ja weiter, als er schießt. Und wirklich: Seine Pässe holperten wie Reime der Fantastischen Vier über den löchrigen Rasen. Seine Statistiken bestätigen diese schlechte Performance zwar nicht, dank des Tores und der sicheren Querpässe. Trotzdem steht Martinez stellvertretend für Kovac' Strategie: Konservativ und mit der Politik der kleinen Schritte versucht der Ex-Bayern-Spieler, die Krise zu meistern. Und dass es eine ernste Krise ist, deren Probleme grundlegender Natur sind wie Torfböden in Ostfriesland, zeigten die beiden Siege gegen Wolfsburg und Athen sehr deutlich.

Das ist die Taktik von Niko Kovac

Grundsätzlich hat Kovac die Defizite des FC Bayern München vor der Saison sehr gut analysiert: Defensivverhalten (vor allem im Gegenpressing), Fitness und Standards. Das haben wir in den früheren Kolumnen bereits ausführlich besprochen und den Trainer auch zu Recht gelobt. Jetzt, in der Krise, hält er eisern wie einst als Mittelfeldspieler an seiner Linie fest. Defensive geht vor Offensive. Der arme Martinez, als zusätzlich gefährlicher Standard-Spieler, steht daher trotz allem oft in der Startelf - auch wenn er verloren und überfordert wirkt. Weiterhin setzt Kovac offensiv auf die Überlagerung der Flügel. Teilweise stehen die 8er, Thiago und James, so hoch und weit außen, dass in der Mitte zwischen Martinez und den von zwei bis drei Leuten gedeckten Lewandowski gähnende Leere herrscht. Vertikales, schnelles Spiel ist so fast unmöglich.

Was bleibt, ist eben nur die Überlagerung der Außenbahnen und hier fehlt vor allem bei Robben (und Ribery) die nötige Dynamik und Schnelligkeit. Einzig Serge Gnabry findet immer mehr zu alter Form und dribbelt sich zwingend in den Strafraum. Wenn die erste Attacke aber nicht klappt, die Außenbahnen also dicht sind, müssen die beiden Trios den Ball entweder durch schwierige Seitenwechsel oder durch langes Dribbeln wieder auf die andere Seite verlagern. Das Spiel kommt zum Erliegen und der Gegner braucht für seine defensive Sortierung nur wenig Kraft zu investieren. In diesen Augenblicken bluten dann nicht nur die Augen der Fans sondern selbst die des blinden Betrachters. Zu präsent ist noch Peps Passmaschinerie oder Jupps vertikaler Angriffswirbel. Heute verflacht das Spiel spätestens nach 15 Minuten, wenn der Gegner Bayerns Taktik verstanden hat und deren Spieler sich darauf eingestellt haben. Die beiden letzten Siege sind nichts weiter als Augenwischerei, denn wirklich geändert hat sich nichts. Oder doch?

Uli Hoeneß vom FC Bayern München

Eine taktische Neuerung gab es gegen Athen

Selbst Kovac' tödlichste Waffe der ersten Saisonspiele, das Gegenpressing – die Zeit also, wenn der Gegner unsortiert und damit am verwundbarsten ist, funktionierte jüngst nicht mehr. Zu groß waren die Löcher zwischen den Mannschaftsteilen, zu halbherzig wurden die gegnerischen Teams attackiert. Das Resultat: Zu oft stießen Spieler durch die Lücken und zwangen Hummels oder Süle in Eins-gegen-Eins-Situationen. Gegen Athen versuchte Kovac, die oben beschriebene Leere in der Mitte rechtzeitig zu füllen. Sein Trick: Die Außenverteidiger rücken frühzeitig ein, hinterlaufen nicht nur oder verharren nicht nur auf der Außenlinie, sondern bieten sich in der Mitte an. Damit schlägt er, wenn es funktioniert, zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Positionsspiel wird vertikaler, die Wege sind nicht mehr so weit. im Gegenpressing werden die Räumer enger und der Druck größer. 

Und dass die Bayern, wenn sie einmal Platz haben - zum Beispiel dank eines frühen Tores oder eben eines erfolgreichen Gegenpressings – und sie selbst das andere Team auskontern können, durchaus ihre Qualitäten haben, bleibt weiterhin unbestritten. Im nächsten Spiel gegen Mainz wird Kovac definitiv rotieren und Müller, Goretzka und Boateng eine Chance geben, seine Taktik jedoch die alte bleiben.

Die Geheimwaffen: Gelingt Coman und Co-Trainer Hermann der Turnaround zur Winterpause?

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch für Bayern-Fans. Vor der Winterpause jedoch wird es keine großartige Besserung geben, es sei denn Kingsley Coman kehrt wirklich frühzeitig zurück. Denn eins muss man Niko Kovac hoch anrechnen wie bei der Potenzrechnung: Er jammert nicht – selbst als sich die zwei wichtigsten Spieler für sein System frühzeitig verletzten. Ja, richtig gelesen, Coman als ultraschneller Außen und Tolisso als defensiv starker, aber in der Ballbehandlung, im Positionsspiel und im Spiel nach vorne wesentlich stärkerer Martinez-Ersatz sind genau die beiden Spieler, die niemals hätten ausfallen dürfen. Selbst eine Verletzung von Weltstars wie Neuer oder Lewandowski wögen nicht so schwer wie die des französischen Duos. Und noch ein Funken Hoffnung weht für die Winterpause über die Säbener Straße: Peter Hermann. Die Ideen von Kaiser Jupps einstigem Taktikgeneral werden in der kalten Jahreszeit über Erfolg oder Misserfolg entscheiden – und bisher enttäuschte Peter uns nicht.

FCB-Coach Kovac unter Druck: Hoeneß ruft schon bei Heynckes an - Twitter nimmt die Bayern-Krise mit Humor

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(