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Bundesliga: 1:5! Die Demontage des FC Bayern – ausgerechnet im Free-TV-Spiel

Der FC Bayern München hat seine zweite Saisonniederlage kassiert. Und was für eine! Eintracht Frankfurt demontierte den Rekordmeister regelrecht. Das 5:1 konnten ungewöhnlich viele TV-Zuschauer live verfolgen. 

FCB-Profi Thomas Müller wusste auch nicht, wie ihm und seinem Team geschiet

FCB-Profi Thomas Müller wusste auch nicht, wie ihm und seinem Team geschiet

DPA

Der FC Bayern München hat am Samstag eine denkwürdige Pleite in der Bundesliga kassiert. Das Team von Coach Niko Kovac kassierte bei Eintracht Frankfurt satte fünf Gegentreffer und ging am Ende mit 1:5 unter. Eine Rote Karte für Jerome Boateng hatte bereits nach neun Minuten die Weichen für die Klatsche gestellt. Filip Kostic (25. Minute), Djibril Sow (33.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciencia (85.) trafen für die Heimmannschaft. Robert Lewandowski hatte das sehr sehenswerte, zwischenzeitliche 1:2 erzielt.

Coach Niko Kovac stand nach Abpfiff sichtlich geknickt am Sky-Mikrofon. Es sei schwierig, Worte für das Spiel zu finden. "Nach acht Minuten ist hier alles über den Haufen geworfen worden", so der Bayern-Trainer. "Wir machen einfach zu viele einfache Fehler. Vor der Roten Karte haben wir den Ball im gegnerischen Strafraum, verlieren ihn und dann geht es ganz schnell." Auf Nachfrage, ob er noch das Gefühl habe, das volle Vertrauen als Cheftrainer zu genießen, sagte Kovac: "Das müssen Sie die Entscheider fragen. Mein Gefühl ist da nicht wichtig."

Die Partie zwischen Frankfurt und dem FC Bayern am Samstagnachmittag war live vom ZDF übertragen worden und nicht wie gewöhnlich nur auf Sky zu sehen. Der Bayern-Klatsche konnten also deutlich mehr TV-Zuschauer beiwohnen als üblich. Es war die höchste Niederlage des FC Bayern in der Bundesliga seit April 2009. Auch damals stand es am Ende 5:1, gegen den späteren Meister VfL Wolfsburg.

FC Bayern fällt in der Tabelle auf Rang vier zurück

In der Tabelle fallen die Bayern durch die Niederlage in Frankfurt auf Rang vier hinter Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und RB Leipzig zurück. Gladbach gewann mit 2:1 bei Bayer Leverkusen, Dortmund schlug die bis dahin unbesiegten Wolfsburger mit 3:0 und Leipzig deklassierte den FSV Mainz mit 8:0 (!).

Hasan Salihamidzic hatte vor der Partie noch die fehlende Dominanz der Münchner beklagt. "Wir hoffen, dass es eine Phase ist", sagte der FCB-Sportdirektor bei Sky. Von Dominanz war im Spiel der Bayern danach keine Spur.

In der kommenden Woche empfängt der Rekordmeister den BVB zum Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga. Dort dürfte auch die Rote Karte für Boateng schwer wiegen. Wegen der langfristigen Ausfällen von Niklas Süle (Kreuzband) und Lucas Hernandez (Knöchel) kann der FC Bayern aktuell nur schwer auf die Dienste des Ex-Nationalspielers Boateng verzichten. 

fin

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