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Hamburger SV: HSV-Boss Hoffmann muss gehen

Nach dem 2:4-Debakel gegen Mainz 05 folgte gleich die nächste Hiobsbotschaft: HSV-Boss Bernd Hoffmann muss seinen Hut nehmen. Mit 7:5 Stimmen des Aufsichtsrats verfehlten Hoffmann und Vorstandskollegin Katja Kraus die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. Ein Nachfolger wird bereits heiß gehandelt.

Fußball-Bundesligist Hamburger SV kommt nicht zur Ruhe. Nach der 2:4-Heimniederlage gegen Mainz 05 und dem damit verbundenen Rückschlag in Sachen Euro-Quali, gab es am Sonntagabend gleich die nächste Hiobsbotschaft. Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit HSV-Präsident Bernd Hoffmannn scheiterte im zwölfköpfigen Gremium. Der Aufsichtsrat stimmte einer Verlängerung des Ende 2011 auslaufenden Kontrakts des 48-Jährigen um ein Jahr nicht mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit zu. Sieben Mitglieder votierten dafür, fünf dagegen - somit fehlte eine Stimme.

"Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass Bernd Hoffmann und Katja Kraus ihrer Arbeit für den HSV weiter wie bisher professionell nachkommen werden", erklärte Otto Rieckhoff, der Vorsitzende des Aufsichtsrates nach der Abstimmung. Auch über Vorstandsmitglied Katja Kraus war abgestimmt worden. Ursprünglich sollten die Verträge um drei Jahre verlängert werden, doch der Aufsichtsrat hatte sich nicht einigen können. Nun scheiterte sogar der Kompromiss. Der 48-jährige Hoffmann ist seit acht Jahren Vorstandsvorsitzender des HSV.

Während es auch weiterhin keine Klarheit bei der Personalie Veh gibt, dessen Vertrag ebenfalls zur Disposition steht, wird ein Nachfolger für den Präsidenten-Sessel des Liga-Dinos bereits gehandelt. Björn Gulden soll ab 1. Januar 2012 die Geschicke des Hamburger SV lenken. Der 45-jährige Norweger hat 1985 vier Zweitliga-Spiele für den 1.FC Nürnberg absolviert und ist zur Zeit geschäftsführender Direktor der Billigschuh-Marke "Deichmann".

ins/DPA / DPA

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