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Fußball-Bundesliga: Gladbach rettet einen Punkt beim HSV

Bis zur 92. Minute führte der Hamburger SV durch ein Tor von Stieber. Dann brachte ein Gladbacher Eckball die kämpferisch starken Hanseaten um zwei Punkte. Wolfsburg behielt gegen Hertha die Oberhand.

Andre Hahn von Gladbach und der Hamburger Petr Jiracek im verbissenen Zweikampf

Andre Hahn von Gladbach und der Hamburger Petr Jiracek im verbissenen Zweikampf

Der Hamburger SV hat eine Woche nach dem Bayern-Alptraum einen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach in letzter Sekunde verspielt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Branimir Hrgota am Sonntag den Treffer der Gäste zum 1:1 (0:0). Zuvor hatte Zoltan Stieber die Hamburger Gastgeber in der 73. Minute in Führung geschossen. Die vor einer Woche mit 0:8 bei den Bayern untergegangenen Hamburger verpassten es als 14. in der Tabelle mit 24 Punkten, sich weiter von den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga abzusetzen. Die Gladbacher bleiben Dritter mit nunmehr 37 Punkten, konnten aber kein Kapital aus den Remis der Verfolger schlagen.

Nur kurz ließen die Borussen ihr Können aufblitzen: 4. Minute, Patrick Herrmann setzte sich auf der linken Seite durch und passte den Ball in den Rückraum auf Max Kruse. Der zögerte nicht und zog direkt ab, der Ball streifte das Außennetz. Etwa 60 Sekunden später klatschte der Ball an den Pfosten des HSV-Tores. Keeper Jaroslav Drobny wäre beim Schuss von Herrmann aus rund zehn Metern machtlos gewesen. Das war's dann allerdings weitestgehend von den Gästen.

HSV bemüht, kein Tor zu kassieren

Allzuviel ereignete sich in der Partie auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Vor allem von den Gladbachern, bei denen Granit Xhaka gelbgesperrt fehlte und schmerzlich im Spielaufbau vermisst wurde, kam zuwenig. Also reagierte Favre und brachte Raffael in die Partie. Es änderte aber nichts. Die Gäste ließen jegliche Durchschlagskraft vermissen, wirkten zu verhalten, zu zögerlich.

Die Strafe folgte: Nach einem Ballverlust auf Höhe der Mittellinie konterten die Hamburger blitzschnell. Artjoms Rudnev, der für Olic in die Partie gekommen war, legte Stieber auf, und der zog aus 16 Metern mit links ab. Torwart Yann Sommer streckte sich vergebens. Auf der Gegenseite war Drobny beim Ausgleich durch Hrgota chancenlos.

Arbeitssieg der Wolfsburger

Bas Dost ist einfach nicht zu stoppen. Mit seinem nächsten Doppelpack hat der Super-Torjäger des VfL Wolfsburg die Abstiegsnot bei Hertha BSC vergrößert. Am Sonntagabend gewann der VfL mit 2:1 (1:1) gegen den kampfstarken, aber biederen Tabellenvorletzten aus Berlin. Mit seinen Toren sieben und acht (10./74.) binnen einer Woche war der Niederländer Dost erneut der Sieg-Garant für das Team von Trainer Dieter Hecking, das nun bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach hat.

Vor 27 683 Zuschauern war der zwischenzeitliche Ausgleich von Julian Schieber (30.) zu wenig für die Berliner. Das Team von Trainer Pal Dardai bleibt nach der fünften Pleite aus den vergangenen sechs Spielen mit nur 21 Zählern Vorletzter der Fußball-Bundesliga.

ins/DPA / DPA

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