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Bundesliga-Abstieg Nach Stunde Null: HSV hat die Stadionuhr umgestellt


Der HSV ist erstmals in seiner Bundesliga-Historie abgestiegen. Während bei vielen Fans die Tränen noch nicht getrocknet sein dürften, hat der Verein die erste Maßnahme ergriffen: Die legendäre Stadionuhr wurde bereits umgestellt.

Ein Kapitel deutscher Fußballgeschichte ist beendet. Der einst große Hamburger SV, zweimaliger Europapokal-Triumphator und sechsmaliger deutscher Meister, ist erstmals in seiner bewegten Bundesliga-Historie abgestiegen.

Die ständige Erstliga-Zugehörigkeit des HSV war am Samstag bei Abpfiff der Partie gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) nach exakt 54 Jahren, 261 Tagen, 00 Stunden, 36 Minuten und 02 Sekunden vorbei. Das sind zusammengerechnet 19.985 Tage für das Bundesliga-Gründungsmitglied.

HSV-Stadionuhr wurde schon umgestellt

Als ersten Schritt nach dem Abstieg hat der HSV die legendäre Stadion-Uhr umgestellt. Statt der Bundesliga-Zugehörigkeit zeigt die Uhr nun die Zeit seit der Vereinsgründung im Jahr 1887 an. Statt "In der Bundesliga seit" steht dort nun "Tradition seit". 

Der HSV muss aber nicht nur die Uhr umstellen, sondern unter Trainer Christian Titz auch einen tiefgreifenden sportlichen Umbruch vollziehen. Geld für Millionen-Investitionen in neue Spieler, wie sie einst Bernd Hoffmann in seiner ersten Amtsperiode von 2003 bis 2011 hemmungslos vornahm, wird es nicht mehr geben. Titz zeigt den Weg der Erneuerung: Junioren-Spieler wie der mit dem FC Bayern in Verbindung gebrachten Fiete Arp, Tatsuya Ito, Josha Vagnoman, Stephan Ambrosius und andere Talente wurden an die Profis herangeführt. Ob alle Hoffnungsträger bleiben, ist unklar. 

vit mit Material der DPA

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