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Machtwort in Transferposse Wolfsburg kontert Draxler und bezichtigt ihn der Lüge

Julian Draxler vom VfL Wolfsburg wollte sich freipressen. Das ist ihm nicht gelungen.
Julian Draxler vom VfL Wolfsburg wollte sich freipressen. Das ist ihm nicht gelungen.
© Hermann Hay/DPA
Julian Draxler wollte sich mit einem medialen Angriff von Wolfsburg freipressen. Doch der Verein bleibt hart und geht seinerseits in die Offensive.

Der VfL Wolfsburg hat zu den Anschuldigungen seines Mittelfeld-Stars Julian Draxler Stellung bezogen und ein klares Machtwort gesprochen: "Der VfL Wolfsburg wird Julian Draxler in der aktuellen Transferperiode nicht transferieren." Die Verantwortlichen werfen Draxler in der Pressemitteilung vor, öffentlich die Unwahrheit verbreitet zu haben. Es habe "seitens der Verantwortlichen zu keinem Zeitpunkt schriftliche oder mündliche Zusagen" bezüglich eines Wechsels diesen Sommer gegeben. Draxler selbst hatte aber in der "Sportbild" behauptet, dass Wolfsburg ihm einen vorzeitigen Wechsel mündlich zugesagt habe. Der Verein wehrt sich nun und bleibt dabei, keine Wechselgarantie erteilt zu haben: "Dies unterstreicht auch eine bei Vertragsschluss gemeinschaftlich mit Julian Draxler und seinem Management festgelegte Ausstiegsklausel, die erstmals im Sommer 2017 Wirksamkeit erlangen wird."

Julian Draxler hat noch bis 2020 Vertrag

Draxler hatte erst im vergangenen Sommer einen Vertrag bis 2020 bei den Wölfen unterschrieben, nun aber zur "Sportbild" gesagt: "Es war klar, dass der VfL Wolfsburg für mich damals eine gute Perspektive, aber auch ein Sprungbrett sein sollte." Dem Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs habe er seinen Wechselwunsch unmittelbar nach der EM mitgeteilt. Der Verein dazu trocken: "In einem gemeinsamen Gespräch hat der VfL Wolfsburg Julian Draxler nochmals erklärt, seinem geäußerten Wechselwunsch nicht entsprechen zu können."

Draxler steckt nun also in der Zwickmühle: Sein Erpressungsversuch am Verein ist eindeutig schief gegangen, und er wird entsprechend enttäuscht sein. Allerdings muss er sich zusammenreißen und ein weiteres Jahr auf hohem Niveau Fußball spielen, damit sein Wunsch von einem Wechsel zu einem europäischen Topklub dank der Ausstiegsklausel 2017 Realität werden kann. Bei den Fans des VfL wird sich Draxler mit dieser Transferposse aber sicher keine Freunde gemacht haben.

fin

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