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PSG muss Titel-Feier verschieben: Blackout auf der Torlinie: Choupo-Moting "gelingt" das Nicht-Tor des Jahres

Ex-Bundesliga-Profi Eric Maxim Choupo-Moting ist ein seltenes Kunststück gelungen. Im Spiel von PSG gegen Straßburg verhindert er ein sicheres Tor für sein Team. Spott und Häme waren ihm danach sicher. 

Eric Maxim Choupo-Moting (r.) von Paris Saint-Germain mit Anthony Goncalves von Racing Straßburg

Eric Maxim Choupo-Moting (r.) von Paris Saint-Germain mit Anthony Goncalves von Racing Straßburg

Picture Alliance

Wie kann man den nicht machen? Wie kann man so blind sein? Den hätte ja sogar meine Oma gemacht! So oder so ähnlich dürften die Reaktionen auf die Aktion von Eric-Maxim Choupo-Moting im gestrigen Spiel der französischen Ligue 1 gewesen sein. Bei der Partie Paris Saint-Germain gegen Racing Straßburg gelang dem früheren Bundesliga-Profi das Nicht-Tor des Jahres.  

Mit einem Sieg hätte PSG die Meisterschaft frühzeitig klar machen können - nun muss Thomas Tuchel noch etwas länger auf seinen ersten Meistertitel als Trainer warten. Dabei lief zunächst alles nach Plan für das Tuchel-Team: Choupo-Moting (13. Minute) sorgte für die Führung, doch dann drehte Straßburg auf. Joia Nuno da Costa (26.) und Anthony Goncalves (38.) trafen und entpuppten sich als Spielverderber. Der deutsche Nationalspieler Thilo Kehrer (82.) auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten Ex-Weltmeisters Julian Draxler sorgte nur noch für das 2:2-Unentschieden. 

Choupo-Moting verhindert sicheres Tor

In Erinnerung blieb aber vor allem eine Szene aus der 28. Minute: PSG eroberte den Ball, Christopher Nkunku und Choupo-Moting machten sich auf in Richtung des Straßburger Tores. Nkunku lupfte den Ball über den Straßburger Keeper. Kurz vor der Linie tippte der Ball noch einmal auf, machte sich aber auf den Weg ins Tor. Doch dann griff Choupo-Moting ein, um sich selbst in die Torschützenliste einzutragen. Hätte er den Ball einfach laufen lassen, wäre ihm wohl viel Spott und Häme erspart geblieben. Dem 30-Jährigen gelang das Kunststück, den Ball mit seinem linken Fuß noch aufzuhalten und an den Pfosten zu lenken, so dass er nicht vollständig über die Linie kullern konnte. Ergebnis: Kein Tor und wohl eine der peinlichsten Aktionen seiner Fußballer-Karriere. 

Nach dem Spiel zeigte sich der gebürtige Hamburger reumütig am Mikrofon: "Es tut mir leid. Es ging sehr schnell, ich dachte daran, vielleicht im Abseits zu stehen, ich wollte meinem Mitspieler nicht das Tor stehlen. Dann kam mein schlechter Reflex. Ich muss das Ding einfach durchlassen oder reinschieben. Das ist schwer zu erklären."

Sein Trainer Thomas Tuchel ging nach der zunächst verpassten Meisterschaft milde mit seinem Angreifer um: "Das war die Möglichkeit zum 2:1 und dann hat er das getan. Ich weiß nicht, warum. Das war wohl Murphys Gesetz."

Die hämischen Reaktionen der Twitter-User ließen natürlich nicht lange auf sich warten: 

vit

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