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Fußball-Bundesliga: Schalke fällt ein königsblauer Stein vom Herzen

Und sie können doch noch gewinnen: Innerhalb von nur sechs Minuten zerlegt Schalke 04 die auswärtsschwachen Gladbacher. Der HSV dagegen verliert auch weiterhin und Dortmund beendet seine Siegesserie. Die Bundesliga im Überblick.

Schalke fällt ein königsblauer Stein vom Herzen

Bundesliga Schalke Mönchengladbach

Schalkes Breel Embolo (r.) und Eric-Maxim Choupo-Moting haben nach dem 4:0-Sieg allen Grund zum Jubeln 


Dem FC Schalke 04 ist mit 4:0 der erste Sieg im sechsten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach gelungen. Bei einer weiteren Niederlage hätten die Schalker den negativen Bundesligarekord von Fortuna Düsseldorf (1991/1992) mit sechs Pleiten an den ersten sechs Spieltagen eingestellt. Nach einer lahmen ersten Halbzeit legten die Königsblauen legten nach der Pause in sechs Minuten den Grundstein für den ersten Erfolg: Eric-Maxim Choupo-Moting (52.) verwandelte einen Foulelfmeter. Die Tore zwei und vier erzielte Breel Embolo (56./83.) und Leon Goretzka besorgte das 3:0 in der 58. Minute.  

Wolfsburg müht sich weiter - erfolglos

Bundesliga Wolfsburg Mainz

Mario Gomez bleibt weiterhin torlos


Der VfL Wolfsburg rutscht in der Bundesliga tiefer in die sportliche Krise. Die Niedersachsen mussten sich mit einem torlosen Remis gegen den FSV Mainz 05 begnügen und verharren im hinteren Tabellenmittelfeld. Seit dem Auftakt-Erfolg gegen den FC Augsburg ist die teure Mannschaft von Trainer Dieter Hecking damit auch im fünften Punktspiel in Serie ohne Drei-Punkte-Erlebnis geblieben. Vor 25.876 Zuschauern traf VfL-Hoffnungsträger Mario Gomez erneut nicht, der Nationalspieler wartet weiter auf sein erstes Saisontor.

Nach den Bayern patzt auch der BVB

Bundesliga Bayer Dortmund

Zu spät: Gegen Bayer Leverkusen war für den BVB nichts zu holen


Borussia Dortmund hat den Ausrutscher des FC Bayern nicht nutzen können und liegt nach dem 0:2 (0:1) bei Bayer Leverkusen nun vier Punkte hinter dem deutschen Fußball-Rekordmeister. Leverkusen hat dagegen den Anschluss an die Bundesliga-Spitzengruppe wieder geschafft. Im 75. Westderby beendete der Werksclub mit großem Kampfgeist zugleich eine Negativserie gegen den BVB: Nach zuvor neun sieglosen Heimspielen seit dem 19. Mai 2007 gelang in der ausverkauften BayArena vor 30.210 Zuschauern endlich wieder ein Erfolg. Für die Tore sorgten Admir Mehmedi (10. Minute) und Javier "Chicharito" Hernandez (79.). Für den BVB ging mit der zweiten Saisonniederlage eine Serie von drei Siegen zu Ende.

Hamburger SV auch mit neuem Trainer sieglos

Bundesliga Hertha HSV

Pierre-Michel Lasogga (l.) und Michael Gregoritsch legen sich ins Zeug, doch es half nichts


Neu-Vater Vedad Ibisevic hat dem neuen HSV-Coach Markus Gisdol die Premiere kräftig verdorben. Durch zwei Tore des Bosniers bezwang Hertha BSC am 6. Spieltag die Hamburger mit 2:0 (1:0). Für die Norddeutschen war es schon die fünfte Niederlage nacheinander, Gisdol konnte in seinem ersten Spiel als Cheftrainer des Traditionsclubs den erhofften Umschwung noch nicht einleiten. Hertha egalisierte den Startrekord des Vereins aus der Saison 1970/71 und setzt sich mit 13 Punkten in der Spitzengruppe fest. Die Gäste gingen das Spiel eins nach Bruno Labbadia durchaus mutig an, aber Hertha nahm den Kampf an, wirkte entschlossener und fand über den Einsatz auch zu schönen Spielzügen Einen 22-Meter-Freistoß von Lasogga lenkte Berlins Torwart Rune Jarstein noch ans Lattenkreuz (37.)

Ingolstadt mag einfach nicht gewinnen

Bundesliga Ingolstadt Hoffenheim

Lässt sich bejubeln: Hoffenheims Sandro Wagner


Die Situation des noch immer sieglosen FC Ingolstadt spitzt sich zu und wird langsam auch für Trainer Markus Kauczinski zu einer echten Bedrohung. Beim 1:2 (0:2) gegen die TSG 1899 Hoffenheim kassierten die Oberbayern ihre fünfte Niederlage in Serie und stecken mit einem Punkt tief im Tabellenkeller der  Bundesliga fest. Vor 13.844 Zuschauern trafen Sandro Wagner (11.Minute) und Kerem Demirbay (35. Minute) für die Kraichgauer, die neben dem FC Bayern, dem 1. FC Köln und Aufsteiger RB Leipzig noch ungeschlagen sind. Lukas Hinterseer (90.) verwandelte in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum Endstand.

Siegesserie des FC Bayern ist erstmal vorbei

Bundesliga Bayern Köln Modeste

Jubelnde Kölner, enttäuschter Thomas Müller. Die Rheinländer haben die Bundesliga-Siegesserie des FC Bayern München gestoppt


Und sie sind doch nicht so übermächtig. Nach der Pleite bei Atlético Madrid ist die Siegesserie des FC Bayern auch in der Bundesliga zu Ende gegangen. Trotz langer Zeit Einbahnstraßenfußball reichte es für die Münchner gegen den 1. FC Köln nur zu einem 1:1 (1:0). Nach dem Führungstreffer von Joshua Kimmich (40. Minute) dämpfte Anthony Modeste (63.) mit seinem artistischen Ausgleich vor 75.000 Zuschauern die Vorfreude der Bayern-Stars auf deren Oktoberfest-Besuch am Sonntag. In der spannenden zweiten Hälfte scheiterten die Gastgeber wiederholt am Aluminium, aber auch Köln hätte das Spiel für sich entscheiden können.  Glück hatten die Rheinländer in der 87. Minute als Bernat nur den Pfosten traf. In der Nachspielzeit verpasste Simon Zoller bei einem Konter das 2:1 nur um wenige Zentimeter

Werder Bremen trotz schwacher Leistung mit Remis

Bundesliga Darmstadt Bremen

In Darmstadt fing es zum Ende des Spiels gegen Bremen heftig an zu Regnen. Aber das half Junuzovic und seinen Werderanern auch nicht.


Werder Bremen hat den zweiten Saisonsieg unter Trainer Alexander Nouri verpasst und kaum neue Argumente für einen dauerhaften Verbleib des Interimscoachs gesammelt. Das Team von der Weser kam nach einer schwachen ersten Halbzeit nicht über ein 2:2 (0:1) beim SV Darmstadt hinaus und steckt mit vier Punkten hinter den Hessen (5) weiter im Tabellenkeller fest. Vor 17.000 Zuschauern brachte Antonio Colak die Gastgeber in der 19. Minute per Foulelfmeter in Führung und besorgte 17 Minuten vor Schluss auch den Endstand, nachdem Ludovic Lamine Sané (51.) und Serge Gnabry (67.) die Partie zwischenzeitlich gedreht hatten.

Bei Freiburg läuft es zu Hause einfach rund

Bundesliga Freiburg Frankfurt

Da konnten die Frankfurter (in Gelb) noch so viel kämpfen, in Freiburg reichte es nicht


Der SC Freiburg hat auch sein drittes Heimspiel gewonnen und die Euphorie bei Eintracht Frankfurt vor der Länderspielpause gebremst. Beim 1:0 (1:0) sorgte Vincenzo Grifo am Samstag schon in der vierten Minute mit seinem ersten Bundesligator für den entscheidenden Treffer der Gastgeber, die im Schwarzwald-Stadion saisonübergreifend nun neun Partien nacheinander für sich entschieden haben. Frankfurt hatte vor 24.000 Zuschauern zwar mehr Spielanteile, dabei aber kaum richtig gute Szenen Nach der frühen Führung und einem kurzen Schockzustand der Gäste entwickelte sich dennoch eine Partie, die eher der Ausgangslage gemäß dem Tabellenstand entsprach. Als Sechster in den Breisgau gereist, machten die Frankfurter das Spiel, hatten dabei aber nur wenige gute Ideen. Freiburg, vor dem sechsten Spieltag auf Rang zwölf, konzentrierte sich auf die Verteidigung und schnelle Konter. Distanzschüsse von Grifo (20.) und Christian Günter (44.) strichen jeweils knapp vorbei.

nik/DPA

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