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Champions League: Leverkusen wieder nur remis, BVB rettet sich

Ungeschlagen, und doch in Gefahr auszuscheiden - dieses Kunststück bringt Bayer Leverkusen nach dem 0:0 gegen Tottenham fertig. Der BVB war bei Sporting lange souverän, doch dann kam Lissabon in Fahrt.

BVB Spieler Götze, Weigel und Aubameyang jubeln über das 2:0 bei Sporting Lissabon

Götze, Torschütze Weigel und Aubameyang jubeln. Es steht 2:0 für den BVB. Doch dann machte Sporting Lissabon Dampf.

Von diesem Lob kann sich Bayer Leverkusen nichts kaufen: Besser kann man kaum spielen gegen die Tottenham Hotspurs, die bisher in der Premiere League in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Doch es reichte wieder nur zu einem Unentschieden: 0:0. Damit sind die Rheinländer weiter ungeschlagen - und müssen trotzdem um das Weiterkommen bangen.

Glücklicher war in einem hektischen Spiel Borussia Dortmund. Der BVB rettete ein 2:1 bei Sporting Lissabon ins Ziel, das vor allem in der Schlussphase immer wieder in Gefahr geriet. Aubameyang und Weigel schossen die Tore für die Dortmunder, die als Tabellenführer nun schon fast sicher in der Champions League überwintern können.

Bayer: Drei gute Spiele, kein Sieg

Mit drei Punkten rangiert Leverkusen in der sehr ausgeglichenen Gruppe E weiter einen Zähler hinter den Londonern auf Platz drei und einen Punkt vor ZSKA Moskau (2). Tabellenführer ist AS Monaco (5), das gegen Moskau am Abend 1:1 spielte. In zwei Wochen kommt es zum Wiedersehen im legendären Wembleystadion, wo die Spurs in dieser Saison ihre Königsklassen-Heimspiele austragen.

"Die Konstellation ist nicht ideal. Wir haben drei gute Spiele gezeigt und uns noch nicht belohnt", sagte der von einer Grippe gerade erst genesene Bayer-Kapitän Lars Bender bei Sky. "Wir können mit der Leistung zufrieden sein. Wir hätten uns belohnen müssen."

BVB: Restmannschaft rückt zusammen

"Wir müssen es jetzt zu Hause zu Ende bringen", meinte Dortmunds Sportchef Michael Zorc zur hervorragenden Ausgangssituation. Angesichts von neun Ausfällen sei das Team zusammengerückt, lobte der Ex-Profi. "Man hat gesehen, dass jeder alles rausgeholt hat aus seinem Körper. Wir müssen mit der Art und Weise zufrieden sein." Ein deutlicheres Ergebnis sei realistischerweise kaum drin gewesen. "Man konnte nicht erwarten, dass wir das hier total souverän runterspielen."

Die erheblich ersatzgeschwächten Dortmunder bekamen es spielerisch mit einem Kontrahenten auf Augenhöhe zu tun. Die frühe Führung gab den Gästen zwar Selbstvertrauen, doch in der Defensive präsentierte sich Tuchels Mannschaft notorisch anfällig. Erst Weigl sorgte mit seinem Treffer für etwas Ruhe im Dortmunder Lager. Seinen Anteil daran hatte auch Referee Damir Skomina: Der Slowene hatte unmittelbar davor eine umstrittene Aktion des früheren Wolfsburgers Bas Dost gegen BVB-Torhüter Roman Bürki an der Grenze des Fünf-Meter-Raums abgepfiffen, den anschließenden Treffer von Sebastian Coates ließ er nicht gelten. Statt des Ausgleichs fiel wenig später das 2:0. Im zweiten Spiel der Gruppe siegte Real Madrid deutlich mit 5:1 gegen Legia Warschau.

Die übrigen Ergebnisse:

Leicester City - FC Kopenhagen 1:0; Dinamo Zagreb - FC Sevilla 0:1, Olympique Lyon - Juventus Turin 0:1, FC Brügge - FC Porto 1:2.

dho / DPA

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