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Calmund-Affäre: Kein Manipulationsverdacht mehr gegen Calmund

Offenbar geht die Staatsanwaltschaft nicht mehr davon aus, dass Reiner Calmund mit veruntreuten Geldern Spiele manipuliert hat. Und doch ist die Geschichte für den "Big Boss" noch nicht gelaufen.

Die Kölner Staatsanwaltschaft geht nach einem Zeitungsbericht bei ihren Ermittlungen gegen Reiner Calmund nicht mehr davon aus, dass der frühere Fußball-Manager von Bayer Leverkusen mit veruntreuten Vereinsgeldern für seinen Club Bundesligaspiele gekauft hat.

Vorwurf der Untreue bleibt bestehen

Die Ermittlungen in dieser Sache würden in den nächsten Tagen eingestellt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Justizkreise vorab aus ihrer Mittwochausgabe. Künftig wolle sich die Staatsanwaltschaft auf den Vorwurf der Untreue konzentrieren. Die Behörde ermittelt gegen Calmund und den Spielerberater Volker Graul wegen des Verdachts der besonders schweren Untreue. Der Leverkusener Ex-Manager hatte im Juni 2003 insgesamt 580.000 Euro aus der Vereinskasse an Graul gezahlt, angeblich um Vorkaufsrechte auf serbische und kroatische Nationalspieler zu erwerben. Bayer 04 will darüber aber keine Unterlagen erhalten haben. Der unklare Verbleib des Geldes hatte im Juni 2004 laut Bayer zu einem Aufhebungsvertrag mit Calmund geführt.

Seit Anfang des Jahres war spekuliert worden, dass Calmund mit dem Geld Spiele gekauft habe, um zum Ende in der Saison 2002/2003 für die damals abstiegsbedrohten Leverkusener Spiele zu kaufen. Dabei gerieten die von Leverkusen an den letzten drei Spieltagen gewonnenen Partien gegen Bielefeld, 1860 München und Nürnberg ins Visier der Ermittler. Calmund hat die Manipulationsvorwürfe vehement bestritten.

Reuters / Reuters

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