Champions League AC Mailand träumt vom Endspiel


Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League setzte sich der italienische Meister nach hartem Kampf gegen den PSV Eindhoven durch. Jetzt hofft der AC Mailand auf das Finale.

Der AC Mailand setzte sich gegen den Außenseiter PSV Eindhoven mit 2:0 (1:0) durch und verschaffte sich dank des "zu null" für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche eine gute Ausgangsposition. Vor 79 000 Zuschauern im ausverkauften Giuseppe-Meazza-Stadion erzielten Andrej Schewtschenko (42.) und Jon Dahl Tomasson (90.) die Tor. Der frisch gebackene niederländische Meister braucht nun ein kleines Wunder, um seine Chance auf den ersten Champions-League-Titel zu wahren. Andre Oijer erhielt seine dritte Gelbe Karte und fehlt im zweiten Duell.

In einer abwechslungsreichen Partie ergriffen zunächst vor allem die Gastgeber, die den gesperrten Abwehrchef Alessandro Nesta ersetzen mussten, aber Verteidiger Jaap Stam und Spielmacher Andrea Pirlo wie erhofft einsetzen konnten, die Initiative. Durch Schewtschenko (2.) und Hernan Crespo (9.) hatten sie erste gute Möglichkeiten, die Gäste-Schlussmann Gomes aber entschärfen konnte. In der Folge befreite sich der PSV, dessen Top-Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink wegen einer Muskelblessur zunächst auf der Bank saß, ein wenig vom Druck und hatte seinerseits durch Jefferson Farfan (12./15.) zwei gute Chancen.

Kakas Traumpass

Spielbestimmend blieben die Mailänder, bei denen im Mittelfeld Kaka gekonnt die Fäden zog. Bei zwei gefährlichen Schüssen des Brasilianers (31./34.) erwies sich Gomes als Meister seines Fachs. Als nach Kakas Traumpass aber Schewtschenko mutterseelenallein vor ihm auftauchte, konnte auch der starke brasilianische Keeper die verdiente Halbzeitführung des Favoriten nicht mehr verhindern.

Nach Wiederanpfiff ließ Milan unverständlicherweise die Gäste kommen, die ihrerseits jedoch leichtfertig mit den Chancen umgingen. Ji-Sung Park (48./55.) konnte Dida nicht überwinden, und Mark van Bommel (67.) zielte unbedrängt drüber. Mit Vennegoor of Hesselinks Hereinnahme verstärkte Trainer Guus Hiddink dann noch die Offensive, allein die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse des diesmal in der Hintermannschaft unerwartet anfälligen Serie-A-Clubs verhinderte den durchaus leistungsgerechten Ausgleich für die Niederländer. Das rächte sich durch Tomassons Treffer zum unverdient hohen Heimsieg.

Reinhard Neumann/DPA DPA

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