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Champions League Bayer Leverkusen vor dem Rückspiel gegen Barcelona


Bayer Leverkusen steht im Rückspiel der Champions League beim FC Barcelona mit dem Rücken zur Wand. An das Weiterkommen glaubt kaum mehr jemand, Trainer Robin Dutt bleibt trotzdem positiv.

Den Gegner ärgern, das Spiel genießen, mehr ist für Bayer Leverkusen beim Gastspiel im Camp Nou vermutlich nicht drin, wenn überhaupt. Trotz des Sieges in der Bundesliag steht Leverkusen vor dem Rückspiel gegen den FC Barcelona vor dem wohl sicheren Aus in der Champions League.

Kießling sieht "keine realistische Chance"

"Wir haben keine realistische Chance, etwas zu reißen", meinte Bayer-Torjäger Stefan Kießling, "aber wir wollen Barça etwas ärgern und dann mal schauen, wie das Spiel endet." Durch das 1:3 im Hinspiel in der heimischen Bay-Arena und ob der spielerischen Klasse des Gegners glaubt auch in der Führungsetage kaum mehr jemand an ein Fußballwunder.

"Wir versuchen, ein würdiger Gegner zu sein und einen offenen Schlagabtausch zu liefern. Es ist aber klar, dass es fast unmöglich ist, das gegen die beste Mannschaft der Welt noch umzubiegen", sagte Sportchef Rudi Völler. Wolfgang Holzhäuser hofft auf einen "achtbaren Abschied": "Es wird unser letztes Champions-League-Spiel in dieser Saison sein - alles andere wäre ein Wunder."

"Maskenmann" Schürrle will sich gut verkaufen

Die Spieler, um "Maskenmann" André Schürrle, stoßen ins selbe Horn. "Wir wollen uns gut verkaufen", sagte Schürrle, der nach wie vor aufgrund seines im Länderspiel erlittenen Nasenbeinbruchs mit einer Gesichtsmaske spielen muss. "Barcelona ist noch eine Klasse höher anzusiedeln als die Bayern", befand Gonzalo Castro im Kicker, aber "wir werden uns auf keinen Fall abschlachten lassen."

Cheftrainer Robin Dutt scheint sich mit dem Ausscheiden noch nicht abgefunden zu haben und will den Ausflug nach Barcelona nicht als reinen Betriebsausflug sehen. "Wir schauen mal, was noch möglich ist", sagte Dutt. Auch wenn der Sieg gegen Bayern seinen Spielern Mut gemacht haben dürfte, so hat er doch auch Kraft gekostet. "Vom Kopf her wird es einfacher, aber die Beine sind schon schwer."

Dutt will keine B-Elf bringen

Zumal man bekannterweise gegen den FC Barcelona meist damit beschäftigt ist hinterherzulaufen. An einem guten Tag des FC Barcelona hätte man 25 Prozent Ballbesitz, an einem schlechten Tag 35 Prozent, so Dutt. "Man muss versuchen, mit diesen durchschnittlich 30 Prozent Ballbesitz gut umzugehen."

Trotz der geringen Aussichten aufs Weiterkommen will Dutt keine 1b-Mannschaft auf den Platz schicken und die Startelf gegenüber dem Wochenende lediglich auf "ein, zwei Positionen" verändern. Barcelona muss gegen Bayer auf die verletzten Alexis Sánchez, Eric Abidal und Thiago Alcántara verzichten. Lionel Messi ist nach seiner Gelbsperre in der Liga jedoch wieder ausgeruht und mit an Bord.

Über Wolfsburg wieder in die Königsklasse

Mit einem Auge schielt Leverkusen derweil schon auf das kommende Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg. Sollte man gegen Barcelona ausscheiden, so wäre ein Sieg in der Liga der schnellste Weg zurück in die Königsklasse. Nach zuletzt drei Siegen in Folge beträgt der Abstand auf den Champions-League-Qualifikationsplatz nur noch vier Punkte. "Das liegt im Bereich des Möglichen", findet Wolfgang Holzhäuser. "Wir haben noch neun Spiele, in denen 27 Punkte vergeben werden."

Aber wer weiß, vielleicht schafft Leverkusen ja doch das Fußballwunder im Camp Nou und kegelt die Weltauswahl des FC Barcelona aus der Champions League. Robin Dutt hat zumindest Recht, wenn er sagt: "Wir haben wenig zu verlieren, aber viel an Anerkennung zu gewinnen."

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