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Champions League: FC Chelsea besiegt den FC Barcelona 1 -0

Durch das goldene Tor von Didier Drogba hat der FC Chelsea das Halbfinal-Hinspiel der Champions League mit 1:0 gegen den FC Barcelona gewonnen und damit das Tor zum Finale in München weit aufgestoßen.

Durch einen Treffer von Didier Drogba (45+2.) hat der FC Chelsea das Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Titelverteidiger FC Barcelona gewonnen und sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in knapp einer Woche in Barcelona verschafft. Barca verlor damit erstmals seit Februar 2011 wieder ein Spiel in der Champions League, damals ebenfalls in London gegen Arsenal.

Chelsea gelingt die Rache für 2009

Im Vorfeld des Spiels zwischen dem FC Chelsea und dem FC Barcelona waren die Ereignisse der Saison 2008/2009 allgegenwärtig, als Chelsea in letzter Minute ausschied. Von Rache und Revanche war die Rede im Vorfeld. Die 38.000 Zuschauer erwarteten ein hitziges Duell und sie sollten nicht enttäuscht werden.

Zu Beginn war der Versuch beider Teams zu erkennen, den Ball möglichst lange und kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten, wie gesagt, zu Beginn. Nach fünf Minuten war jedoch klar, dass dies nur einer Mannschaft gelingen würde und die hieß Barcelona.

Chelsea stand bei Barcelonas Ballbesitz mit zwei Viererketten tief in der eigenen Hälfte, vorne lautete die Devise: Drogba hilf. Barcelona dagegen dominierte wie so oft den Ballbesitz deutlich und setzte den FC Chelsea mit einer sehr hoch stehenden Viererkette und agressivem Pressing über das ganze Feld permanent unter Druck. Alleine in der ersten Hälfte führte dies zu fünf Abseitspositionen der Blues, die vorallem mit langen Bällen die schnellen Didier Drogba und Ramires anvisierten, zumeist aber nicht fanden.

Drogba trifft nach Messis Fehler

Für das erste Ausrufezeichen sorgte Alexis Sánchez, der nach einem wunderschönen Zuspiel von Andrés Iniesta den Ball mit einem Heber über Petr Cech an die Latte setzte. Kurz darauf verpasste Cesc Fábregas in der Mitte die große Chance, als er nach einem von Cech gehaltenen Iniesta-Schuss den Ball aus sechs Metern nicht voll traf (13.).

Chelsea verabschiedete sich in dieser Phase völlig aus dem Spiel und es schien nur eine Frage der Zeit, bis Barcelonas Angriffe Früchte tragen würden. Erneut Fábregas und kurz darauf Messi per Kopf scheiterten nach knapp einer halben Stunde an Cech. In der 41. Minute war Chelseas Schlussmann schließlich geschlagen. Messi hatte Fábregas bedient, der den Ball über den herauseilenden Keeper hob, doch Ashley Cole klärte den Ball noch vor der Linie. Das 1:0 schien nur eine Frage der Zeit zu sein.

Kurz vor der Pause änderte sich dieser Zustand aber schlagartig. Lionel Messi leistete sich bei dem Versuch Frank Lampard zu tunneln einen folgenschweren Ballverlust. Lampard schaltete blitzschnell um, schlug einen Steilpass auf Ramires auf der linken Außenbahn, der entwischte Xavi und fand mit einem milimetergenauen Zuspiel in die Mitte Drogba, der mit Chelseas erstem und einzigem Torschuss an diesem Abend Victor Valdés zur 1:0 Führung überwand (45+2.).

Chelseas Mauer steht, Barcelona einfallslos

Auch in der zweiten Hälfte veränderte sich an den Spielanteilen jedoch nichts. Wieso auch, schließlich spielte der Treffer Chelseas Defensivtaktik in die Karten.

Chelsea bemühte sich Barcelona etwas weiter vorne zu attackieren, entblößte damit aber einen größeren Zwischenraum zwischen Abwehr und Mittelfeld, den die Katalanen beinahe ausgenutzt hätten. Cech war jedoch gegen Adriano und Messi erneut zur Stelle. Vorallem Messi war sichtlich bemüht, seinen Fehler aus der ersten Hälfte wieder gutzumachen, fand jedoch wie Sánchez (57.) nicht die Lücke in der vielbeinigen Defensive.

Barcelona präsentierte sich anschließend in der zweiten Hälfte über weite Strecken zu einfallslos gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Chelsea. Kurz vor Schluss mussten die Londoner dann aber noch einmal alle Fußballgötter beschwören, um den knappen Sieg über die Zeit zu retten. Zunächst parierte Cech mit einer Weltklasseparade einen Kopfball von Puyol (87.) und auch die Nachspielzeit hatte es in sich.

Cech rettet Chelsea, Busquets vergibt in derNachspielzeit

John Terry grätschte einen Ball direkt vor die Füße des eingewechselten Pedro, der den Ball aus halblinker Position an den rechten Pfosten schlenzte, der Abraller landete vor den Füßen von Sergio Busquets, der den Ball aber freistehend in die blaue Zuschauermenge schoss (90.+3).

So blieb es beim knappen und glücklichen Erfolg für Chelsea, das damit im Rückspiel gute Karten hat, das Finale der Champions League in der Münchner Allianz Arena zu erreichen. Barcelona erspielte sich zwar über die gesamte Spielzeit gesehen eine Vielzahl an Chancen, ließ aber in der zweiten Hälfte Druck vermissen und ging dadurch leer aus.

Michael Stricz

sportal.de / sportal

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