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Champions League Messi führt FC Barcelona ins Halbfinale


Der FC Barcelona stürmt weiter Richtung Champions-League-Finale: Beim 3:1 gegen den AC Mailand entschied wieder Lionel Messi die Partie - und stellte eine neue Bestmarke auf.

Drei Gründe waren es, die Milan nach dem 0:0-Heimhinspiel die Sensation im Rückspiel beim FC Barcelona verwehrten. Zum einen natürlich die unbestrittene Klasse der Katalanen, die sich verdient mit 3:1 durchsetzten.

Die Hausherren waren zwar die spielbestimmende Mannschaft, taten sich aber wie schon in Mailand aus dem Spiel schwer, das Tor zu treffen. Dazu benötigten sie zwei Dämlichkeiten der Mailänder. Zwei unnötige Fouls im eigenen Strafraum brachten Barca nämlich zwei Elfmeter, die Lionel Messi (11./41.) zu seinen Champions-League-Saisontreffern 13 und 14 verwandelte.

Damit stellte er nicht nur einen neuen Königsklassenrekord auf, sondern erstickte in erster Linie den nach einem Kontertor von Antonio Nocerino (33.) kurzzeitig aufgeflackerten Hoffnungsschimmer der Italiener im Keim. Andres Iniesta gelang kurz nach der Pause der Treffer zum Endstand, der Barca den fünften Champions-League-Halbfinaleinzug in Serie bescherte. Das hatte seit Real Madrid in den 50er Jahren kein Team mehr geschafft.

Unnötiger Elfmeter bringt Barca in Führung

95.000 Zuschauer im Camp Nou sahen einen temporeichen Beginn, in der das mit einer Viererkette mit drei vorgelagerten Sechsern operierende Milan mit Kontern zwar die berühmten Nadelstiche setzen konnte, Barca mit seiner gewohnten Ballsicherheit aber wie erwartet die eindeutig tonangebende Mannschaft war. Die Offensivreihe im 4-3-3 mit Messi, Isaac Cuenca und Cesc Fabregas zentral setzte die Gäste schon weit in deren Hälfte unter Druck und kam so auch zu den klareren Torchancen.

Zweimal scheiterte Messi, zunächst nach einem Konter aus 14 Metern an Christian Abbiati, dann verfehlte er nach Dani Alves-Flanke und traumhaftem Anspiel von Cesc Fabregas knapp, ehe er per Elfmeter das 1:0 besorgen konnte. Nachdem Philippe Mexes einen eigentlich schon geklärten Ball vertändelt hatte, war Messi dazwischen gespritzt und wurde von Luca Antonini gefoult. Den von Referee Björn Kuipers verhängten Strafstoß verwandelte der Argentinier souverän selbst.

Milans erzielt den Ausgleich und hilft dann Barca mit zweitem Elfmeter

Barca beherrschte in der Folge die Partie weiter, schnürte Milan am eigenen Strafraum ein, kam aber nur zu einigen Abschlüssen aus der Distanz und so reichte Milan ein einziger Konter und der allererste Torschuss, um auszugleichen. "Manchmal verteidigen sie sehr hoch und spekulieren auf ihre Abseitsfalle. Das müssen wir nutzen", hatte Milan Co-Trainer Mauro Tassotti vor dem Spiel bei Sky Italia erklärt. Und so passierte es. Zlatan Ibrahimovic passte im richtigen Moment in die Schnittstelle, Javier Mascherano hob das Abseits auf und Nocerino schob zum 1:1 ein.

Doch die Freude darüber währte nur kurz. Denn bei einem Barca-Eckball zerrte Alessandro Nesta solange an Gegenspieler Piqué, bis dieser im Strafraum zu Boden ging und Messi auch den zweiten Strafstoß der Partie zur 2:1-Führung vollstreckte. Einen dritten Treffer vor dem Halbzeitpfiff verwehrte dem von Cuenca eingesetzten Argentinier dann aber Abbiati mit einer starken Parade.

Iniesta macht für Barca alles klar

Den dritten Treffer legte Barca dann kurz nach Wiederanpfiff nach. Messi hatte von der Strafraumgrenze abgezogen, der Ball wurde aber zu Iniesta abgefälscht. Ignazio Abate reklamierte lieber auf Abseits, anstatt den Spanier am Fünfmeterraum am 3:1 zu hindern. Milan mühte sich zwar redlich, brachte Alexandre Pato für Kevin-Price Boateng, schaffte es aber nicht mehr, echte Torchancen herauszuspielen. Stattdessen häuften sich die Fehlpässe und führten dazu, dass die Mailänder mehrfach ausgekontert wurden.

Die beste Gelegenheit der Spanier vergab, nach schöner Ballstafette über Fabregas und Messi, der für Xavi eingewechselte Thaigo Alcantara nur knapp. Bezeichnend für das glücklose Spiel Milans war, dass Pato keine Viertelstunde nach seiner Einwechslung schon wieder runter musste. Offensichtlich war der Brasilianer nach seiner Verletzung doch noch nicht wieder fit. Der für ihn gebrachte Maxi Lopez konnte allerdings auch keine Akzente mehr setzen.

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