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Champions League: Ribéry fliegt, Robben trifft, Bayern siegt

Déjà Vu in der Champions League: Eine Einzelaktion von Arjen Robben rettet Bayern München im Hinspiel des Halbfinales gegen Olympique Lyon. Mit 1:0, aber ohne Franck Ribéry gehen die Bayern ins Rückspiel in knapp einer Woche. Das Ergebnis spiegelt ihre Überlegenheit nicht wieder.

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier: Das Spiel ist eng für den FC Bayern, doch dann erlöst Arjen Robben die Münchener mit einer spektakulären Aktion. So auch im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Olympiqe Lyon. Geschwächt durch eine rote Karte für ihren anderen Star Franck Ribery waren die Gastgeber dennoch die meiste Zeit des Spiels überlegen, konnten aber beste Chancen nicht im Tor unterbringen. Bis Robben kam und nach einem Alleingang mit einem Schuss aus 18 Metern, der noch leicht abgefälscht wurde von Thomas Müller, das 1:0 markierte. Dabei blieb es. Trotz des robbenschen Paukenschlags in der 69. Minute: Wieder einmal geht der FC Bayern zwar mit guten Aussichten ins Rückspiel. Komfortabel ist der Vorsprung aber wie schon gegen Florenz und Manchester nicht.

Nach einem starken Beginn mit einigen Tormöglichkeiten - Bastian Schweinsteiger verpasste, Ribery und Ivica Olic verzogen - hatte ein Aussetzer von Franck Ribery in der 37. Minute die Münchener Siegchancen stark geschmählert. Der Franzose stieg seinem Gegenspieler auf den Knöchel. Trotz heftiger Pfeifkonzerte durch das Publikum: Schiedsrichter Roberto Rosetti lag mit der Entscheidung absolut richtig. Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger sah es anders: "Das war deutlich zu hart. Ich glaube, man hat gesehen, dass er den Ball treffen wollte."

Bayern diktiert zu zehnt das Spiel

Wer aber gedacht hatte, dass Lyon jetzt aufdrehen würde und die Bayern unter Druck setzen würde, sah sich gestäuscht. Im Gegenteil rissen die Bayern in der zweiten Halbzeit von Beginn an das Geschehen an sich und diktierten in Unterzahl das Spiel. Nur im Strafraum boten sie ein schwaches Bild: Den Höhepunkt bildete Thomas Müller, als er aus etwa zehn Metern völlig freistehend nach toller Vorarbeit von Philipp Lahm über den Ball schlug.

Mit der Unterzahl war es in der 54. Minute vorbei: Jeremy Toulalan sah Gelb-Rot, auch Lyon war nur noch zu zehnt. Spätestens jetzt war klar, dass die Franzosen die Partie zumindest nicht mehr gewinnen würden. Eine Viertelstunde später schlug Robben zu, nachdem zuvor der eingewechselte Mario Gomez per Kopf die größte Chance des Spiels kläglich vergeben hatte. Nach dem Führungstreffer hatten die Bayern dann kaum noch Möglichkeiten, blieben aber dominant. Robben hatte noch das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Lyons Torwart Hugo Lloris.

Neben Ribéry wird den Münchnern im Rückspiel am kommenden Dienstag auch Danijel Pranjic fehlen. Der Vertreter des gesperrten Mark van Bommel sah gleich für sein erstes Foul in der Partie zum dritten Mal im Wettbewerb Gelb.

DPA/ben / DPA

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