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Confederations Cup: Tolle Party, fader Auftakt

Bei der Eröffnungsfeier war die Stimmung noch ausgelassen: Mit einem prächtigen Spektakel eröffnete Gastgeber Südafrika den Confederations Cup im Fußball. Nach der Party dann die Ernüchterung: Südafrika schaffte im Eröffnungsspiel gegen den Irak nur ein Unentschieden.

Mit einem farbenfrohen Spektakel hat Südafrika am Sonntag den Startschuss für den Testlauf zur Fußball- Weltmeisterschaft gegeben. Der Confederations Cup wurde von einem sehr afrikanisch inspirierten Show-Reigen aus Tanz, Musik und Kunststücken eröffnet. Bei strahlend blauem Himmel und Musik aus acht Ländern des Kontinents gab es im Johannesburger Ellis Park-Stadion eine Kostprobe afrikanischer Lebensfreude.

Obwohl das Auftaktspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Irak ausverkauft war, fand die Eröffnungsfeier vor fast leeren Rängen statt. In der für 61.000 Fans ausgelegten Arena verloren sich gerade einmal 15.000 Zuschauer. Als einer der Gründe galt das Transportsystem, bei dem die anreisenden Fußball-Fans von Parkplätzen mit Bussen und Taxen zum Stadion transportiert wurden.

Der südafrikanische Nationalheld und Ex-Präsident Nelson Mandela (90) verfolgte das Spektakel nicht live, sondern vor dem TV-Gerät. "Er sagte mir: Teil ihnen bitte mit, dass ich für einen Besuch zu alt bin ... und da ich nicht ins Stadion kommen kann, werde ich mir das Spiel im Fernsehen anschauen", hatte der südafrikanische Präsident dem Nationalteam seines Landes am Vortag nach einem Treffen mit Mandela erklärt.

Neben dem südafrikanischen Produzenten Lebo M zeichnete der Choreograph Jack Morton für das Spektakel verantwortlich, der auch an den Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele in Peking und Athen mitgewirkt hatte.

Auftakt-Enttäuschung der Gastgeber

Asien-Meister Irak hat den Südafrikanern die Partystimmung zum Auftakt des Confederations Cups verdorben. Das Team von Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic trotzte dem WM-Gastgeber von 2010 am Sonntag im Eröffnungsspiel der Mini-Weltmeisterschaft ein 0:0 ab und versetzte den Hoffnungen der Bafana bafana in der Gruppe A auf den Halbfinal-Einzug einen herben Dämpfer. Auf ein Fußball-Fest warteten 48 827 Fans im Johannesburger Ellis Park-Stadion, darunter Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma, vergebens. Stattdessen bekamen sie nach einer farbenfrohen Eröffnungsfeier im ersten Turnierspiel einen faden Kick mit wenigen Höhepunkten zu sehen.

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