HOME

23-jähriger Kicker: Französischer Profi-Fußballer nach Corona-Infektion in künstlichem Koma

Erst fiel sein Corona-Test negativ aus, dann stellten die Ärzte doch eine Infektion fest. Der 23-jährige französische Fußballprofi Junior Sambia liegt im Krankenhaus auf der Intensivstation.

Junior Sambia wurde Dienstag ins Krankenhaus gebracht, wo sich sein Zustand offenbar weiter verschlechterte

Junior Sambia wurde Dienstag ins Krankenhaus gebracht, wo sich sein Zustand offenbar weiter verschlechterte

AFP

Fußballprofi Junior Sambia vom französischen Erstligisten HSC Montpellier liegt nach einer Corona-Infektion im künstlichen Koma. Das berichten mehrere französische Medien übereinstimmend. Demnach wurde der 23-Jährige am Dienstag nach Magen- und Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der erste Test auf das neuartige Coronavirus fiel den Berichten zufolge jedoch negativ aus. Ein zweiter Test am Freitag sei dann positiv ausgefallen.

Zunächst hatte die "L'Équipe" darüber berichtet, HSC Montpellier bestätigte später in einer offiziellen Mitteilung, dass ein Spieler des Vereins im Krankenhaus behandelt werde. Den Namen des Kickers nannte der Verein dabei allerdings nicht. Laut der französischen Medien musste Sambia auf die Intensivstation verlegt werden. Dort sei er intubiert und in ein künstliches Koma versetzt worden.

Junior Sambia: Beim Einkaufen angesteckt?

"Le Parisien"zitiert den Berater des jungen Profis: "Sein Zustand ist stabil. Er hat sich weder verschlechtert noch verbessert." Die Situation sei "wirklich hart". Sambia habe sich "vermutlich beim Einkaufen infiziert". Andy Delort, ebenfalls Profi beim HSC Montpellier, twitterte ein Mannschaftsfoto und schrieb dazu: "Eine Familie. Ein Paladine (Spitzname der Spieler seines Vereins, Anm. der Red.) ist unerbittlich. Wir stehen zusammen. Dir viel Kraft, mein Junge." 

Sambia ist der erste Profi aus der Ligue 1, der sich mit Corona infiziert hat. Bereits im März war der Südkoreaner Hyun-Jun Suk positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der spielt aber für den französischen Zweitligisten ES Troyes.

Der französische Fußballverband strebt für die erste und zweite Liga eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes für Mitte Juni an. Dafür müssen jedoch zunächst die landesweit geltenden Ausgangsbeschränkungen gelockert werden. Diese gelten noch mindestens bis zum 11. Mai. Mit mehr als 22.000 Corona-Toten gehört Frankreich zu den am schlimmsten getroffenen Ländern der Welt.

Quellen: "L'equipe" / "Le Parisien"

fin

Wissenscommunity