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Dauerbrenner: Der Dauerbrenner: Hamburger SV

Der Hamburger SV ist der Dino der Liga. Als einziger Verein ist er ununterbrochen in der Oberklasse vertreten.

Am 28. Juli 1962 beschloss der DFB die Einführung der Bundesliga. Der Hamburger Sportverein war von Anfang an dabei. Als einer von acht Vereinen erhielt er die Lizenz ohne Auflagen. Bis heute spielt der Traditionsklub von der Rothenbaumchaussee immer noch in der Bundesliga, als einziger Verein in der Geschichte ununterbrochen. Der Hamburger Sport-Verein gehört inzwischen zum Grundinventar der Liga.

"Uns Uwe" der Star der ersten HSV-Generation

Dabei hatte der HSV einen schweren Start. 1960 wurde gegen den 1. FC Köln noch die vierte Deutsche Meisterschaft einfahren. Es dauerte allerdings 19 Jahre, bis die Hamburger sich wieder als Meister feiern lassen konnten. Die stolzen Hanseaten tummelten sich anfangs zwischen dem 6. und dem 14. Platz im ungeliebten Mittelfeld.

Alles überragender Star der ersten HSV-Generation war "Uns Uwe", der 1970 zum dritten Mal zum "Fussballer des Jahres" gewählt wurde. Trotz Angeboten aus dem Ausland hat er immer seiner Hamburger Heimat die Treue gehalten und wurde zu einem Markenzeichen des HSV, weit über die Stadtgrenzen hinweg. 62.000 Menschen nahmen am 01. Mai 1972 in einem Spiel gegen eine internationale Auswahl Abschied vom Uwe Seeler.

Wo landet der HSV am Ende dieser Saison?

Horst Hrubesch köpft die Hamburger zum Meister

Ende der 70er Jahre begann ein neuer Höhenflug des Hamburger SV. International hatten die Hanseaten 1977 mit dem Gewinn des europäischen Pokalwettbewerbs für Aufsehen gesorgt. Der neue Manager Günter Netzer holte 1978 Trainer Branko Zebec - ein Glücksgriff. Er änderte das Spielsystem und wurde ein Jahr später Deutscher Meister. Sein Neueinkauf Kevin Keegan schlug sofort ein und wurde zum Publikumsliebling.

Der Trainer-Kauz Happel brachte den ganz großen Erfolg nach Hamburg. 1982 und 1983 gewann er mit dem HSV souverän die Meisterschaft. Die Mannschaft war zum großen nationalen Rivalen des FC Bayern geworden. Horst Hrubesch, das Kopfballungeheuer, war der überragende Torjäger dieser Zeit – konnte allerdings nur soviel Tore schießen, weil er mit dem Flankengott, Manni Kaltz, perfekt harmonisierte. Der Höhepunkt dann 1983: Mit einem wunderschönen Tor von Felix Magath sicherten sich die Hamburger zum ersten und bisher einzigen Mal den Europacup der Landesmeister. Die höchste Auszeichnung, die der europäische Fußball zu vergeben hat.

Seitdem fehlt der große Erfolg

Ein Höhepunkt, dem fast zwangsläufig der Abstieg folgen musste. Das Niveau konnte in der Folgezeit nicht gehalten werden. 1987 konnte zum drittenmal der deutsche Pokal errungen werden. Den hohen Ansprüchen, die der Verein und das Umfeld inzwischen an das Team stellte, genügte das nicht mehr. In den 90er Jahren näherte sich der HSV immer wieder bedenklich der Abstiegszone. Der Sturz in die Zweitklassigkeit konnte vermieden werden. Der Nimbus des „Ewigen Erstligisten“ blieb gewahrt. Vielleicht leitet der Österreicher Kurt Jara einen neuen Hamburger Höhenflug ein. Der letztjährige vierte Platz ist ein gutes Omen.

Christoph Marx

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