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Fußball: Sensation im DFB-Pokal: Titelverteidiger schon raus - auch Stuttgart stolpert

Sensation im DFB-Pokal: Titelverteidiger Eintracht Frankfurt scheitert in der ersten Runde am Viertligisten SSV Ulm. Auch der VfB Stuttgart blamierte sich. Der FC Bayern und der HSV kamen dagegen mit einem blauen Auge davon.

Der SSV Ulm bejubelt den Torschützen Steffen Kienle, nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt

Der SSV Ulm bejubelt den Torschützen Steffen Kienle, nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt

DPA

Titelverteidiger Eintracht Frankfurt ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Hessen, die zuletzt zweimal in Folge das Finale erreicht und im Mai den FC Bayern düpiert hatten, kassierten am Samstag eine 1:2 (0:0)-Niederlage beim Viertligisten SSV Ulm 1846. Auch der VfB Stuttgart blamierte sich am Abend bei seinem Pokal-Angstgegner Hansa Rostock aus der 3. Liga mit 0:2.

Der haushohe Favorit FC Bayern München hatte ebenfalls größte Probleme. Bis zur 81. Minute hielt der krasse Außenseiter SV Drochtersen/Assel am Samstag ein 0:0, ehe sich die Münchner doch durch ein Tor von Robert Lewandowski 1:0 durchsetzten.

Glanzlos eine Runde weiter kamen auch der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und der 1. FC Nürnberg. Wolfsburg siegte beim Viertligisten SV Elversberg 1:0 (0:0), mit dem gleichen Ergebnis setzte sich Bayer beim CFR Pforzheim durch. Nürnberg zitterte sich zu einem 2:1 (1:1) beim Fünftligisten SV Linx.

Bremen und Hoffenheim souverän

Souveräner lösten Werder Bremen und 1899 Hoffenheim ihre Pflichtaufgaben. Werder kam bei Wormatia Worms zu einem 6:1 (5:1), Hoffenheim siegte beim in die 3. Liga abgestürzten Ex-Meister 1. FC Kaiserslautern ebenfalls 6:1 (3:1). Zweitligist MSV Duisburg erreichte durch ein 1:0 (1:0) beim TuS Dassendorf die nächste Runde.

Steffen Kienle und Vitalij Lux sorgten in Ulm für die große Sensation. Der Frankfurter Anschlusstreffer durch Goncalo Paciencia kam zu spät. Für die Eintracht war es die nächste große Enttäuschung, nachdem der Club am vergangenen Sonntag im Supercup eine 0:5-Pleite gegen den FC Bayern kassiert hatte.

Cebio Soukou brachte den Außenseiter Hans Rostock bereits früh gegen Stuttgart in Führung (8. Minute), Mirnes Pepic machte gegen die über weite Strecken zu einfallslose Mannschaft von Tayfun Korkut kurz vor Schluss alles klar (84.). Für den Bundesligisten war es im vierten Pokal-Duell mit Rostock die vierte Niederlage. Bereits 1992, 1999 und 2005 waren die Stuttgarter an Hansa gescheitert. 

Bayern München mit großen Problemen

Für die Münchner lief es diesmal nicht so klar. Manuel Neuer, Arjen Robben, Franck Ribéry und Robert Lewandowski - mit der vermeintlich stärksten Elf ging Bayern-Coach Niko Kovac in das ungleiche Duell mit dem Viertligisten aus der 11.500-Einwohner-Gemeinde, rund 50 Kilometer nordwestlich von Hamburg. Doch die Bayern agierten viel zu pomadig und wären beinahe in der ersten Halbzeit bestraft worden, als Florian Nagel freistehend an Neuer scheiterte (33.). So kam die Erlösung durch Lewandowski erst spät.

Für Werder schossen Neuzugang Yuya Osako, Florian Kainz, Philipp Bargfrede, Kapitän Max Kruse sowie Maximilian und Johannes Eggestein den Sieg heraus. Bei Hoffenheim führte sich Rückkehrer Joelinton mit drei Toren gut ein, außerdem trafen Nico Schulz, Pavel Kaderabek und Joshua Brenet. Leverkusen kam durch Lucas Alario zum Sieg in Pforzheim. Wolfsburgs Siegtreffer erzielte Neuzugang Daniel Ginczek. Bei Nürnberg war Mikael Ishak mit zwei Toren der Matchwinner.

HSV gewinnt dank Lasogga

Der Bundesliga-Absteiger Hamburger SV hat im DFB-Pokal mit etwas Mühe die zweite Runde erreicht. Beim Oberligisten TuS Erndtebrück gewann der HSV am Samstag 5:3 (2:1). Der eingewechselte Pierre-Michel Lasogga traf nach dem zwischenzeitlichen 2:2 zweimal (64. und 66. Minute). Den Gastgebern gelang zwar der Anschlusstreffer zum 3:4, doch Neuzugang Orel Mangala sorgte für die Entscheidung (90.). 

Ohne Probleme kam der FSV Mainz 05 weiter. Der Erstligist siegte bei Erzgebirge Aue trotz 87-minütiger Unterzahl 3:1 (1:0). Moussa Niakhaté sah nach drei Minuten wegen einer Notbremse die Rote Karte. Der SV Sandhausen siegte bei RW Oberhausen souverän 6:0 (2:0).

bak / DPA

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