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Kuriose Ebay-Anzeige: Frustrierter HSV-Fan verscherbelt seine Sammlung - für 18.000 Euro

Genug ist genug, findet ein HSV-Fan: Auf Ebay stellt er all seine Fanartikel zum Verkauf - zum Startpreis von 18.870 Euro. Die Begründung für die hohe Summe liefert er gleich mit.

Autogramme, Eintrittskarten und natürlich HSV-Trikots - muss alles raus, findet Ebay-Anbieter "amselbetreuer"

Autogramme, Eintrittskarten und natürlich HSV-Trikots - muss alles raus, findet Ebay-Anbieter "amselbetreuer"

Früher war Ebay ja mal eine reine Auktions-Seite, nun scheint sich das Portal aber immer mehr zu einer Plattform für alle Arten von Frust zu entwickeln. Erst kürzlich beschwerte sich ein Opel-Besitzer hier online über seine Frau, die sein Auto loswerden wollte - und nahm ein beachtliches Sümmchen für das alte Fahrzeug ein.

Schlimmer aber als eine kleine Ehekrise ist wohl das, was echte HSV-Fans derzeit erleiden müssen. Schon lange kriselt es beim Hamburger Traditionsclub, und langsam haben selbst die treuesten Anhänger genug. "Schnauze voll! Flasche leer! Alles muss raus! Ich kann die Sachen nicht mehr sehen! Ich bin jetzt über 40 und muss auf meine Gesundheit achten!" macht ein Fan in einer Ebay-Anzeige seiner Enttäuschung mächtig Luft. Nutzer "amselbetreuer" stellt lückenlos alles zum Verkauf, was ihn mit seinem Verein einst verband: Stadionhefte, Eintrittskarten, HSV-Trikots. "Viel geiler Scheiß" schreibt er in der Überschrift des Angebots. Der Startpreis des Fan-Pakets: bescheidene 18.870 Euro.

"Zu teuer? Quatsch! Ein Schnäppchen!"

Die Begründung des Preises ist eine einzige Abrechnung mit dem ehemaligen Lieblingsverein: "Der Startpreis zu teuer? Quatsch! Ein Schnäppchen!" schreibt der Einsteller und vergleicht die Summe mit den Gehältern der erfolglosen Spieler. "Bei HW4 (Heiko Westermann) wären das lächerliche 1/92stel seines angeblichen Marktwertes oder 11 Stunden 'arbeiten' (geschätzte 25-Stunden-Woche). Dennis Diekmeier ist mit 1/158stel und 15 Stunden dabei, Pierre-Michel kommt auf 1/504tel und unglaubliche 6 Stunden!"

Der Preis, so der Autor, setze sich letztlich nach einer einfachen Rechnung zusammen: "Die 1887 steht für das Gründungsjahr (ja, langweilig), die 0 für null Erfolge in den letzten 12 Jahren."

Ob das potentiellen Bietern als Anreiz reicht? Bisher hat noch niemand ein Gebot abgegeben. Vielleicht könnte das Angebot aber noch attraktiver werden. "Es muss alles weg, habe keinen Bock rückfällig zu werden!", schreibt der Autor. "Scheiße, da fällt mir mein Nummernschild ein: L 1887! Braucht noch einer ein Auto?"

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