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Verrückte Opel-Anzeige auf Ebay: Alter Tigra geht für 55.000 Euro weg

55.000 Euro wurden geboten, für einen 18 Jahren alten Tigra mit deutlichen Nutzungsspuren. Die Lebensbeichte in der Anzeige hat nicht nur Medien-Ruhm gebracht, sondern auch Geld - hoffentlich.

Von Gernot Kramper

Die Anzeige des Endgebots

Die Anzeige des Endgebots

Gestern Abend war Opel-Freak Firat Demirhan in der Sendung von Stefan Raab zu Gast. Danach ging die Auktion noch einmal richtig ab. Zuvor stand der Wagen, der nüchtern betrachtet, keine 1000 Euro wert ist, bei saftigen 4000 Euro, nach der Sendung klettertete er auf 24.000 Euro und zum Schluss waren es mehr als 55.000 Euro.

Wie kam es? Raab hatte die "längste E-Bay Anzeige der Welt" in Überlebensgröße ausgedruckt und trug sie in Auszügen vor (Das Video der Show). Zuerst die Geschichte des Schwangerschaftstests, dann Firats erstes Auto, ein Opel Kadett, und so weiter. Klare Frage: "Warum schreibst du so lange, haste nichts zu tun?"

Aber dann stand der Tigra im Studio, und Raab - immer noch der kundige Handwerkersohn - fand sofort die Mängel. Vorn: "Leichter Schaden hier, Feuchtigkeit im Scheinwerfer!" An der Seite: "Oh Mist, da hab ich den Lack jetzt abgemacht!" Innenraum: "Junge, Junge, der ist ja ganz schön runter!" Kofferraum: "Da ist ja überall Wasser drin. Was ist'n das?"

Die fachkundige Begutachtung hielt die Bieter nicht ab, obwohl weder Firat noch Raab ergründen konnten, warum jemand so viel Geld für die Schleuder ausgeben will: "Stellt sich der neue Besitzer jetzt ein Schild rein: 'Hat früher Firat Demirhan gehört?'"

Egal, am Ende waren es mehr als 55.000 Euro. Wahnsinn! Oder Enttäuschung? Bei der Summe ist die Gefahr groß, dass nur ein paar Spaßbieter den Preis in die Höhe getrieben haben, die am Ende gar nichts bezahlen. Und auch die übliche Drohung mit dem Rechtsanwalt bringt nichts ein, wenn die Interessenten mittellos sind.

Die alte Mühle im Scheinwerferlicht

Die alte Mühle im Scheinwerferlicht

Verwendung hätte das junge Paar für das Startgeld bestimmt. Die beiden sind zwar nicht mittellos, aber: "Unser Leben ist so total 08/15", verriet uns Firat. Heißt: So wie bei uns allen wäre eine Finanzspritze immer willkommen. Für das Baby, für ein paar Wünsche, einen praktischen Kombi und dann vielleicht doch die große Hochzeit, die die kugelige Joanna fest eingeplant hat.

Und bei 55.000 Euro dürfte die dann doch türkische Dimensionen haben.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.