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Fußball-EM 2012 Spanien gewinnt souverän mit 4:0 gegen Irland


Spanien hat nach dem zweiten Gruppenspiel das Heft in der Gruppe C klar in der Hand. Gegen technisch limitierte Iren sorgte Fernando Torres mit einem frühen Tor für die Marschrichtung, die zum klaren Sieg für die Titelverteidiger führte. Irland muss dagegen als erstes Team die Heimreise von der EM antreten.

Ein 4:0 (1:0) gegen Irland hat den Spaniern alle Chance auf das Viertelfinale beschert. Fernando Torres (4. Minute/70.), David Silva (49.) und Cesc Fabregas (84.) trafen beim souveränen Erfolg des Titelverteidigers vor 40.000 Zuschauern in Gdansk und schossen somit die Iren als erste Mannschaft aus dem Turnier.

Die interessanteste Frage vor dem Spiel hatte Spaniens Trainer Vicente del Bosque mit seiner Aufstellung beantwortet. Er bot Fernando Torres als Stoß-Stürmer in der Startformation auf und ließ den einzigen bisherigen Torschützen seines Teams, Cesc Fabregas, zunächst auf der Bank. Auf der Gegenseite nahm Giovanni Trapattoni ebenfalls eine Änderung im Sturm vor, neben Legende und Kapitän Robbie Keane lief Simon Cox auf.

Kurz und schmerzlos begann das Spiel für die Spanier, nachdem sich die Iren zumindest einmal kurz vor Iker Casillas Tor gezeigt hatten. Eigentlich hatte Aston Villas Richard Dunne die Situation nach einem Pass von Andres Iniesta auf David Silva bereinigt, doch Fernando Torres nahm ihm den Ball ab, ließ Stephen Ward auch noch stehen und schloss mit einem für Shay Given unhaltbaren Schuss ab. Nach vier Minuten führten die Favoriten 1:0.

Schneller Torres

Und somit stellte sich schnell ein, was Anhänger der Iren von Beginn an gefürchtet haben mussten. Spanien bestimmte das Spiel, kam zu vielen Torszenen. Selten konnten sich die Underdogs aus der druckvollen Umklammerung der Spanier befreien. Diese konnten jedoch trotz vieler Möglichkeiten zunächst keinen weiteren Tor-Erfolg verbuchen.

Das sollte sich bis zum Pausenpfiff auch nicht mehr ändern, trotzdem sich die spanische Überlegenheit in anderen Zahlen ausdrückte: 72 Prozent Ballbesitz und 13:3 Torschüsse vermerkten die Statistiker zur Halbzeit. Und doch führten sie "nur" mit 1:0. Irlands Keeper Shay Given und eine kompakte Abwehr konnten nach Torres Coup das zweite Gegentor verhindern.

Nach Wiederanpfiff sollte dieser Zustand allerdings nicht mehr lange andauern. In der 49. Minute hatte Silva den Ball nach Givens Rettung gegen einen Iniesta-Schuss zehn Meter vor dem selbigen bekommen. Er tanzte zunächst seelenruhig drei irische Abwehrspieler aus und schloss als einer von ihnen auf dem Hosenboden landete ebenfalls vier Minuten nach Wiederbeginn zum 2:0 ab. Wenn die zahlreichen irischen Fans bis dahin noch an ein mögliches Unentschieden geglaubt hatten, spätestens jetzt galt es wohl, alle Hoffnungen der Grünen fahren zu lassen.

Doch wenn man den Iren klischeehaft eine Eigenschaft unterstellt, ist es die, kämpfen zu können auch wenn die Situation noch so aussichtslos erscheint. Und so erspielten sie sich im weiteren Verlauf der Halbzeit einige Chancen, die allerdings auch dem Umstand geschuldet waren, dass die Spanier ihnen nun mehr Luft und Raum ließen. Letztlich zeigte jedoch immer wieder, dass das Vorhaben, zwei Spanier am eigenen Strafraum ausspielen zu wollen, nicht wirklich gelingen konnte.

Die Spanier ließen sich nicht lange bitten

Auf der Gegenseite zeigte dann Torres, wie es gehen kann wenn das spielerische und fußballerische Vermögen auf der eigenen Seite ist. Silva hatte ihn mit einem Steilpass in Richtung Givens Tor geschickt, aus 13 Metern ließ er sich nicht lange bitten und brachte den Ball zum 3:0 im irischen Tor unter (70.).

Vier Minuten später war Torres Arbeitstag nach zwei Toren beendet, für ihn kam Fabregas, der ihm Platz machen musste und nach Turnier-Toren mit seinem Mitspieler gleichziehen konnte, als er nach einer Ecke aus spitzem Winkel zum 4:0 (84.) traf. Für die Iren war somit nicht nur die Heimreise, sondern auch die höchste Niederlage unter Coach Giovanni Trapattoni besiegelt.

Für einen trotzdem harmonischen Schlusspunkt sorgten ausgerechnet die in grün gekleideten Fans, die das Turnier-Ende ihres Teams mit Gesängen begleiteten. Für Spanien ist nach dem höchsten EM-Sieg der eigenen Geschichte - die K.o.-Runde zum Greifen nahe.

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Sven Kittelmann/sportal.de

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