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Nach dem 4:0 Die Engländer reiben sich verwundert die Augen: Was genau geschieht da gerade eigentlich?

Harry Maguire
Harry Maguire – noch Fragen?
© PA Images / Imago Images
Gegen die Ukraine hat England mit 4:0 gewonnen. Und die leidgeprüften Fans können es selbst nicht glauben. Ein Überblick über die Reaktionen zum Viertelfinale.

Die Viertelfinals der Europameisterschaft sind gespielt – und er endete mit einem Knall. England gewann seine Partie gegen die Ukraine nicht nur, es entschied die Partie beeindruckend mit 4:0 für sich (den Spielbericht lesen Sie hier). Auf der Insel reiben sich die leidgeprüften Menschen die Augen, denn zu lachen hatten sie mit ihrer Nationalmannschaft lange Zeit nichts mehr. Vielleicht fasst dieser  Tweet der Schauspielerin und Produzentin Kathy Burke die Gefühlslage am besten zusammen: "Es gibt Dinge, von denen wir dachten, dass wir sie nie miterleben würden: Eine globale Pandemie. Brennendes Wasser. Und England, das ein EM-Viertelfinale gewinnt."

Nun ist es nicht so, dass der Sieg gegen die Ukraine ein größerer Erfolg gewesen wäre als ein Sieg gegen Deutschland im Achtelfinale, doch nach dem Viertelfinale hat man plötzlich den Eindruck: Es scheint nicht mehr ausgeschlossen, dass die Engländer nicht nur ein gutes Turnier spielen, sondern das Ding am Ende sogar gewinnen. Klar, der große Favorit bleibt Italien, doch Englands Turnier kann man mittlerweile als beeindruckend bezeichnen: "Es ist zu gleichen Teilen bewunderns- wie verachtenswert, zu welch stabiler Spielweise Gareth Southgate seine Edel-Offensive verpflichtet hat", schrieb der freie Journalist und Taktikexperte Tobias Escher auf Twitter. Weshalb sich, das kann man durchaus wie in diesem Tweet zusammenfassen, die englischen Fans sich aktuell so fühlen:

Am Mittwoch trifft England auf Dänemark, und so überraschend der Lauf der Dänen bis hierhin ist: Die Engländer sind plötzlich Favorit. In einem Halbfinale. Das mag auch daran liegen, dass der Einzug der Dänen ins Halbfinale eine der größten Sensationen des Turniers ist. Doch der Favoriten-Status liegt auch an den "Three Lions" mit ihrer stabilen Defensive. Die Engländer haben noch immer kein Gegentor kassiert. "Beeindruckend", twitterte der ehemalige englische Nationaltorhüter David Seaman. "Einzigartige, dominierende Qualität. Ich freue mich jetzt schon sehr auf die Halbfinals." Simon Stone, der Reporter der BBC, ging sogar noch einen Schritt weiter: "Das war der großartigste Sieg in einem EM-Viertelfinale seit dem 6:1 der Niederlande gegen Jugoslawien im Jahr 2000."

Weshalb ARD-Experte Bastian Schweinsteiger den Engländern auch noch mehr zutraut: "Man hat den Eindruck, dass die Automatismen greifen. Sie werden immer besser." Und: "Sie haben nun das Auswärtsspiel in Rom überstanden. Nun sind sie zurück in Wembley, da ist etwas möglich." Denn diesen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen: Die Halbfinals und das Endspiel steigen in Wembley. Durchs Stadion hallte am Samstagabend daher natürlich wieder "Football's coming home" – und Torschütze Harry Maguire sagte im Interview, was das Ziel ist: "Wir wollten nicht nur ins Halbfinale. Wir wollen mehr." Popsänger Brian McFadden sieht das ähnlich. Er twitterte: "Liebes England, wenn es jetzt nicht nach Hause kommt, wird es nie klappen."

sw

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