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Europa League: Mainz - Frühes Aus in der Europa League

Mainz 05 enttäuschte im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde durch fußballerische Magerkost. Erst verpassten es die Mainzer den zweiten Treffer nachzulegen, dann glich Gaz Metan aus und konnte sich dank des starken Keepers bis ins Elfmeterschießen retten. Dort wurde Razvan Pleşca endgültig zum Helden.

Der Europapokal-Traum des FSV Mainz 05 ist bereits nach der 3. Qualifikationsrunde der Europa League nach einem 3:4 im Elfmeterschießen bei Gaz Metan Medias ausgeträumt.

In der regulären Spielzeit hatten die Mainzer nach der Führung durch Marcel Risse (31. Minute) bereits auf ein Weiterkommen gehofft, doch der Ausgleich von Thaer Bawab (62.) hatte zunächst die Verlängerung und dann das Elfmeterschießen notwendig gemacht. Sami Allagui und Elkin Soto vergaben in diesem ihre Möglichkeiten und Gaz Metans Keeper Razvan Pleşca wurde zum Helden.

Schwacher Start beider Teams

Dass wir diesen Spielbericht erst in der 30. Minute beginnen, hat einen guten Grund. Zuvor gab es außer einer Handvoll hoher Bälle in die jeweiligen Sechzehner, vielen Fehlpässen und noch mehr Langeweile nichts zu berichten. Die ohne Neuzugang Zoltán Stieber angetretenen Mainzer weckten die eigenen Fans schließlich mit dem Treffer von Marcel Risse in der 31. Minute. Bo Svensson hatte Risse mit einem hohen Ball bedient. Risse nahm die Kugel im Sechzehner geschickt an und schloss volley ins lange Eck zur 1:0-Führung ab.

Nur eine Minute später legte Andreas Ivanschitz auf Anthony Ujah ab, der nahm den Ball mit und schoss aus 16 Metern auf das lange Eck, doch Keeper Razvan Pleşca war zur Stelle. Mainz bekam die Partie immer besser in den Griff. Risse versuchte sich aus 20 Metern, wieder war Plesca zur Stelle, auch beim Nachschuss von Elkin Soto hatte der Torhüter der Rumänen seine Finger im Spiel (37.). Mainz verpasste es in dieser Phase nachzulegen und so ging es mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Pause.

Gaz Metan steigerte sich

In der 52. Minute hätte der eingewechselte Ciprian Petre fast den Ausgleich erzielt, doch Petres Schuss aus 21 Metern strich knapp über den Kasten von Christian Wetklo. Mainz enttäuschte wie zu Beginn der Partie durch viele Fehlpässe und der Gastgeber kam besser ins Spiel. Nach einer Standardsituation schepperte es dann im Kasten der Mainzer. Thaer Bawab hatte per Kopf getroffen, er war höher gestiegen als der eingewechselte Sami Allagui und Wetklo war ohne Chance (62.).

Thomas Tuchel stiegen ob der Duplizität der Ereignisse im Vergleich zum Hinspiel die Sorgenfalten ins Gesicht. Marco Caligiuri hätte seinen Trainer davon befreien können. Doch nach einem Pass von Soto schob der eingewechselte Mittelfeldspieler den Ball aus sechs Metern knapp neben das Tor (70.). Mainz wurde in dieser Phase wieder energischer, dennoch es blieb dabei, dass das Team von Thomas Tuchel einfach zu viele Fehlpässe spielte. So ging es vor 5000 Zuschauern im Stadionul Municipal Gaz Metan schließlich in die Verlängerung.

Sliskovic vergab erneuten Matchball

Die Mainzer brachten zur Verlängerung Petar Sliskovic, der zuletzt in Zweibrücken getroffen hatte, doch die erste Chance hatte Torschütze Risse. Nach feinem Querpass von Allagui schoss der ehemalige Leverkusener aus sechs Metern völlig frei stehend über das Tor (94.). Mainz verpasste auch den nächsten Matchball in der 108. Minute. Einen Querpass von Julian Baumgartlinger beförderte Petar Sliskovic direkt auf das Tor von Plesca, der glänzend parierte. Die Partie musste im Elfmeterschießen entschieden werden.

Elkin Soto und Sami Allagui vergaben ihre Elfmeter und so schaffte Gaz Metan Medias die Sensation und warf Mainz 05 aus dem Wettbewerb. Die Mainzer hatten gegen einen unterklassigen Gegner über weite Strecken des Spiels enttäuscht, boten wenig Kreatives und zu viele Fehlpässe. Der Matchwinner war Razvan Pleşca, der Keeper der Gastgeber parierte glänzend gegen Soto und Sliskovic. Im Elfmeterschießen wurde er mit zwei Paraden endgültig zum Helden des Abends.

sportal.de / sportal

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