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FC Barcelona: Finanzen machen Transfers im Winter möglich - neue Verträge für Fati und Pedri?

GERARD PIQUE BARCELONA
GERARD PIQUE BARCELONA
© Getty Images
Der FC Barcelona ist handlungsfähig. Das hat ein Klub-Boss bekräftigt, der grünes Licht für Wintertransfers gab, falls diese notwendig sind.

Der FC Barcelona ächzt unter enormen Schulden, will im Winter-Transferfenster aber dennoch Geld für Neuverpflichtungen ausgeben. Das gab Geschäftsführer Ferran Reverter bekannt. Auch zwei Vertragsverlängerungen bahnen sich an.

Aufgrund einer Schuldenlast von rund 1,35 Milliarden Euro und einem Verlust im vergangenen Geschäftsjahr in Höhe von 481 Millionen Euro hatte die spanische Liga die Ausgaben von Barca drastisch eingeschränkt. Knapp 98 Millionen Euro darf der Klub in der laufenden Saison für Gehälter und Transfers lediglich ausgeben, mehrere Stars hatten bereits einem Gehaltsverzicht zugestimmt.

Dennoch zeigte sich CEO Reverter am Mittwoch optimistisch, dass Barca auf dem Transfermarkt handlungsfähig ist, sollte die sportliche Situation Verpflichtungen im Winter erfordern: "Wenn nötig, können wir im Januar mehr als 20 Millionen Euro ausgeben", erklärte er.

Er gab außerdem an, dass sich die Vertragsverlängerungen mit den Talenten Ansu Fati (18) und Pedri (18) "auf dem richtigen Weg" befänden. Die Verträge der beiden Mittelfeldspieler laufen im kommenden Sommer aus.

FC Barcelona: Musste Messi wegen Depay und Agüero gehen?

LaLiga-Präsident Javier Tebas hat unterdessen in einem Interview mit Cope erklärt, dass Lionel Messi beim FC Barcelona hätte bleiben können, wenn der Klub nicht Memphis Depay und Sergio Agüero verpflichtet hätte. Der Argentinier hatte die Blaugrana im Sommer verlassen, weil das Financial Fairplay eine Verlängerung seines Vertrages unmöglich gemacht hatte.

"[Klub-Präsident Joan] Laportqa hat Spieler wie Memphis Depay und Agüero verpflichtet. Hätte er das nicht gemacht, hätte Messi bleiben können", sagte Tebas, der für die Financial-Fairplay-Regeln in Spanien verantwortlich ist.

Tebas vermutete außerdem, dass Real Madrids Präsident Florentino Perez Laporta davon überzeugt habe, gegen den Deal mit der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners zu stimmen. Die spanische Liga hatte zehn Prozent der eigenen Anteile für eine Finanzspritze abgegeben, die großen Klubs Real, Barca und Atletico Madrid stimmten dagegen und waren so nicht Teil des Deals.

"Ich war bei Laporta zum Abendessen und er hatte sich damit einverstanden erklärt, dem CVC-Deal zuzustimmen", sagte Tebas. "Später rief er mich an: 'Können wir das Ganze beschleunigen? Messi wird langsam nervös. Ich sagte ihm: 'Wenn das rauskommt, wird Florentino versuchen, den Deal kaputtzumachen.' Aber Laporta sagte zu mir: 'Nein, nein, ich habe Charakter.' Florentino steckt dahinter, kein Zweifel."

Hätte sich Barca an der Einigung mit CVC beteiligt, hätten 15 Prozent der Gelder für Spieler ausgegeben werden können, erklärte Tebas: "In meinen Augen hätten sie mit Messi verlängern können."

Goal

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