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FC Bayern Flick legt Disput mit Salihamidzic bei – und freut sich aufs Viertelfinale

Im Video: Bayern-Trainer Hansi Flick über die Aussprache mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic und den Blick nach vorn.
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Die Unstimmigkeiten zwischen Bayern-Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic bestimmen seit Tagen die Schlagzeilen. Unterdessen zog der FC Bayern gegen Lazio Rom ins Viertelfinale der Champions League ein.

Den ungefährdeten Einzug in das Rekord-Viertelfinale ließ Titelverteidiger FC Bayern schnell hinter sich. Bevor Trainer Hansi Flick aber einen Blick auf die prickelnde Auslosung der nächsten Runden der Champions League wagte, berichtete der Erfolgscoach von einem klärenden Gespräch mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic. "Wir sind beide aufeinander zugegangen und haben es aus der Welt geschaffen, ganz im Sinne des Vereins. Das war ein kurzes Gespräch", erklärte Flick nach dem 2:1-Erfolg im Rückspiel des Achtelfinals gegen Lazio Rom. "Beide sind wir, was das betrifft, auch sehr optimistisch für die restliche Saison, für die Zukunft von uns."

Das dürfte auch die Spieler freuen, denn dort wurden die berichteten Differenzen zwischen Flick und Salihamidzic auch verfolgt. "Man bekommt es mit, was außerhalb geschrieben, diskutiert wird. Am Ende des Tages wäre es schöner bei dem Erfolg, wenn auch Ruhe einkehrt, wenn man vor allem intern nicht Zündstoff nach außen gibt", sagte Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich. "Ich denke, dass es uns als Mannschaft nicht großartig belastet."

Das dürfte es nach der Aussprache erst recht im Viertelfinale nicht, für das die prickelnde Auslosung am Freitag ansteht. In Nyon können die Münchner Borussia Dortmund, den FC Liverpool, Real Madrid, Paris Saint-Germain, Manchester City, den FC Chelsea und den FC Porto als Gegner für die nächste Runde zugelost bekommen. Die Hinspiele werden am 6./7. April ausgetragen, die Rückspiele finden eine Woche später am 13./14. April statt. Auch die möglichen Halbfinal-Paarungen werden bei der Auslosung in der Schweiz ermittelt.

Erstmals vier deutsche Trainer im CL-Viertelfinale

"Es sind noch acht Mannschaften in der Runde, die Besten der Besten spielen gegeneinander", sagte Flick. "Es ist wichtig, dass wir einen guten Gegner bekommen und zwei Topspiele abliefern." Der FC Bayern steht dabei zum 19. Mal im Viertelfinale - das schaffte noch keine Mannschaft in der Champions League.

Lazio, das schon das Hinspiel vor drei Wochen in Rom 1:4 verlor, kann da kein Maßstab sein. Weltfußballer Robert Lewandowski (33./Foulelfmeter) und der für diesen später eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting (73.) sorgten für den von Kimmich als "sehr wichtig" eingestuften Sieg. Die 39 Pflichtspieltreffer von Lewandowski in 35 Spielen sind mit Abstand der Bestwert in Europa. Es folgt Dortmunds Erling Haaland mit 31 Treffern.

Torhüter Alexander Nübel, der den erkälteten Manuel Neuer vertrat, ärgerte sich über den späten Gegentreffer durch Marco Parolo (82.) bei seinem dritten Bayern-Einsatz. "Ein Wermutstropfen ist das Gegentor", räumte auch der insgesamt zufriedene Flick ein. "Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, ist aber schon so, wie ich mir das vorstelle."

Flick sorgte gemeinsam mit Chelsea-Trainer Thomas Tuchel, der sich am Mittwoch über den Viertelfinaleinzug durch einen Erfolg gegen Atlético Madrid freuen konnte, für ein Novum. Gemeinsam mit Jürgen Klopp (Liverpool) und Edin Terzic (Dortmund) stehen vier deutsche Trainer im Viertelfinale – das hat zuvor noch keine Nation geschafft.

rös

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