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Nach DFB-Pokalfinale Ribéry verteidigt seinen Augenstecher gegen Castro

Castro hat's zuerst getan - das behauptet zumindest Franck Ribéry. Nach seinem umstrittenen Augenstecher im DFB-Pokalfinale hat der Franzose nun erstmals über die Aktion gesprochen.

Es war die umstrittenste Szene des Spiels: In der 39. Minute griff Bayerns Franck Ribéry dem Dortmunder Gonzalo Castro ins Gesicht - und erwischte mit dem Ringfinger das linke Auge seines Gegenspielers. Der Schiri zeigte sich allzu nachsichtig und zog nur Gelb, was auch außerhalb der Dortmunder Reihen für viel Kritik sorgte. Sogar Thomas Müller verstand die Verärgerung der gegnerischen Fans: "Es ist berechtigt, dass sie sich aufregen", sagte er nach dem gewonnen Elfmeterschießen. "Aber das interessiert mich jetzt überhaupt nicht mehr."

Ribéry selbst schwieg bisher zu der Szene, doch nun hat sich der Franzose im Gespräch mit dem "Kicker" zu Wort gemeldet. Er verteidigt die Aktion: "Castro hat mir auch mit seinen Fingern ins Gesicht gelangt. Deshalb habe ich so reagiert", sagte er. "Aber selbst Castro hat das als nicht so schlimm empfunden. Er ist ein guter Junge. Emotionen, Kampf, das alles gehört zum Fußball."

 Franck Ribéry: "Ich bin kein schlimmer Typ"

Der Franzose beklagte dem Bericht zufolge das Bild, das die Medien insbesondere in Frankreich von ihm zeichneten. "Ich bin kein schlimmer Typ und das alles muss man nicht überbewerten. Aber viele Leute und vor allem die französischen Journalisten sehen nur das Negative bei mir. Ich finde es schade, dass sie jetzt nur darüber sprechen, nicht über meine Leistung, nicht über meinen Erfolg am Samstag." Trotz allem freue er sich über den Pokal: "Für mich zählt jetzt nur dieser tolle Sieg."

Klar, dass die Aufregung auf der Gegenseite weiterhin groß ist. "Spielentscheidend" sei die Szene gewesen, ärgerte sich Marcel Schmelzer. "Eine klare Rote Karte", mäkelte Julian Weigl. Und BVB-Kapitän Mats Hummels wollte gleich eine dauerhafte Benachteiligung der Borussia erkannt haben. "Geschichte wiederholt sich: 2013, 2014 und heute haben wir einen Hattrick geschafft in Finalspielen, die der Schiedsrichter wesentlich mit beeinflusst hat", zählte er auf.

Der FC Bayern München hatte das DFB-Pokalfinale mit 4:3 nach Elfmeterschießen gewonnen. Es war die vierte Niederlage nacheinander in einem großen Endspiel für die Dortmunder.

car

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