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Frauenfußball-WM: Mexiko trotzt England ein Remis ab

Der Vize-Europameister schiebt Frust: England ist gegen Mexiko nur ein enttäuschendes Unentschieden gelungen. Ein Torwartfehler sorgte maßgeblich für den Ausgleich der Mexikanerinnen.

England ist der Start in die Weltmeisterschaft mit einem enttäuschenden 1:1 gegen Mexiko misslungen. Die Fußballerinnen von der britischen Insel kamen in Wolfsburg gegen die schwächer eingeschätzten Mexikanerinnen nur zu einem Punkt und liegen in der Gruppe B nach dem ersten Spieltag wie Mexiko auf Platz zwei hinter Japan. Die Engländerinnen waren durch Fara Williams (21.) in Führung gegangen. Monica Ocampo (33.) sorgte für den Ausgleichstreffer. In der Schlussphase der Partie war Mexiko dem Siegtor sogar näher als die müde wirkenden Engländerinnen.

Das favorisierte England zeigte nach den verlorenen Testspielen der Vorwoche erneut eine mäßige Leistung. Sie konnten vor knapp 19.000 Zuschauern in Wolfsburg zu wenig Druck auf das Tor der Mexikanerinnen entwickeln, auch wenn die Statistik viele Schussversuche registrierte. Spielmacherin Kelly Smith setzte kaum Akzente. Die Mexikanerinnen setzten hingegen vor allem auf Konter, tauchten aber insgesamt nur selten gefährlich vor dem englischen Tor auf.

Engländerinnen mit müden Beinen


Gegen die dicht gestaffelte Mexiko-Abwehr kamen die Engländerinnen nur hin und wieder gefährlich in den Strafraum. Eniola Aluko als einzige Spitze bekam wenig Anspiele - und wenn, dann vergab die Stürmerin von New Jersey Sky Blue.

Passenderweise brachte eine Standardsituation das Tor durch Fara Williams. Die Stürmerin vom LFC Everton köpfte nach einer Ecke von Karen Carney ein, wobei Mexikos Keeperin Cecilia Santiago nicht gut aussah.

Mexikanerinnen schlagen eiskalt zurück


Die "Three Lionesses" wollten nach dem Tor nachsetzen, wurden aber kalt erwischt. Völlig überraschend zog Monica Ocampo aus knapp 30 Metern ab und traf in den Winkel, während Englands Keeperin Karen Bardsley erstaunt zuschaute.

Besonderen Respekt hatten die Engländerinnen vor Maribel Dominguez. Die bekannteste und torgefährlichste Spielerin Mexikos hatte aber wenig Chancen, ihre Klasse zu zeigen und ihren bisher 68 Länderspieltoren eines hinzuzufügen. Zu groß war der Abstand zum Mittelfeld. Zudem hatte sie mit den Innenverteidigerinnen Faye White und Casey Stoney gleich zwei Gegenspielerinnen. Lediglich bei einem direkten Freistoß (49.) gab es eine gefährliche Situation, bevor sie in der 76. Minute verletzt ausschied.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, weil Mexiko die englische Abwehr ein ums andere Mal in Bedrängnis brachte. Die Engländerinnen wirkten müde und hatten große Mühe, einen weiteren Gegentreffer der starken Mexikanerinnen zu verhindern, die jetzt ihre Siegchance witterten.

tis/DPA / DPA
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