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"Wir helfen": Boykott und Proteste - So reagierten Fans am Spieltag

Spruchbänder, Choreos und Plakate. Während mehrere Teams der 2. Liga die  "Bild"-Aktion für Flüchtlinge boykottierten, machte das gesamte Fußball-Oberhaus mit. Die Fans reagierten auf ihre Weise.

Von Ingo Scheel

Während die Kölner Fans mit diesem Statement noch "Bild"-neutral reagierten ...

Während die Kölner Fans mit diesem Statement noch "Bild"-neutral reagierten ...

Ein Tweet und seine Folgen: Nachdem Kai Diekmann, seines Zeichens "Bild"-Chefredakteur, dem FC St. Pauli absprach, sich für Flüchtlinge einzusetzen - der Kiezclub hatte sich geweigert, mit "Bild"-Logo aufzulaufen - war die gesamte "Wir helfen"-Aktion in Schieflage geraten. Nach und nach beschlossen sechs weitere Zweitligisten - der VfL Bochum, SC Freiburg, Union Berlin, der 1. FC Nürnberg, der 1. FC Kaiserslautern und der MSV Duisburg - die Aktion zu boykottieren. Auch zahlreiche Fans der Vereine aus der 1. Bundesliga forderten von ihren Clubs, auf die Teilnahme der durch Diekmanns ebenso scharfzüngigen wie deplatzierten Tweet ausgehebelten Initiative zu verzichten.

Die Fan-Vereinigung "Unsere Kurve" hatte in einem offiziellen Statement den Boykott aller 36 Vereine aus der 1. und 2. Liga gefordert. "Der FC St. Pauli hat richtig reagiert, die Rückmeldungen der Fans bestätigen diesen Schritt. Die erbärmliche Antwort des 'Bild'-Chefredakteurs auf den Boykott der Kiezkicker lässt deshalb nur einen Schluss zu: Alle anderen 35 Proficlubs sind aufgerufen, sich dem Weg von St. Pauli anzuschließen und der BILD-Zeitung keine Plattform zu bieten, die ihr nicht zusteht“, hatte Robert Pohl von der IG "Unsere Kurve" gefordert. Während die Erstliga-Vereine den Boykott boykottieren, reagieren die Fans auf der Tribüne mit unmissverständlichen Spruchbändern.

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